Sa, 16. Dezember 2017

"Krone"-Ombudsfrau

13.01.2016 06:00

Ärger nach Handy-Sturz: Versicherung zahlt nicht

Da schließt man für das neue Handy eine Versicherung für alle Eventualitäten ab. Und dann wird im Falle eines Schadens doch nicht bezahlt. Weil eben genau jene Eventualität leider nicht gedeckt ist. Im Fall eines Kärntners war das der Sturz seines Handys aus der Jackentasche. Was laut Aqilo Versicherung nicht zu den versicherten Ungeschicklichkeiten zählt. Im Gegensatz zu einem Sturz aus der Hand oder von einem Tisch...

Sogar für den "Premium"-Versicherungsschutz hat sich Leser Gernot M. beim Kauf seines neuen Handys entschieden. Um sechs Euro pro Monat. Doch er nutzt das Gerät geschäftlich wie privat intensiv. "Auf dem Infoblatt, das ich gemeinsam mit der Polizze erhalten habe, war angegeben, dass sogar bei Ungeschicklichkeiten eine Deckung gegeben ist", erinnert er sich. Wenige Monate später passierte ihm eine Ungeschicklichkeit. Sein Mobiltelefon fiel aus der Jackentasche und schlug am Boden auf. Das Display ging zu Bruch. "Ich habe den Fall der Versicherung geschildert, in der Meinung, der Schaden sei gedeckt."

Die Antwort war enttäuschend. Man werde nicht bezahlen, da Herr M. den Schaden quasi in Kauf genommen habe. Bei der Verwahrung eines Mobiltelefons in Hemd- oder Hosentaschen könne es sehr leicht zu Sturz- oder Bruchschäden kommen, und genau die seien von der Deckung leider ausgenommen. Bitte und was zählt dann als Ungeschicklichkeit? Das wollte die Ombudsfrau von der Aqilo genauer wissen. Und jetzt wird es komisch. Wäre das Handy vom Tisch gestürzt oder aus der Hand auf den Boden gefallen, wäre der Schaden gedeckt. Hä??? Die Hand zählt zu sicherer Verwahrung, aber die Jackentasche nicht?

Klingt eher nach sehr geschickten Formulierungen, mit denen sich die Versicherung selbst vor den von ihr versicherten Ungeschicklichkeiten schützen kann. Daher gilt einmal mehr: Bedingungen vor Vertragsabschluss bitte genau lesen!

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