Di, 22. Mai 2018

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12.01.2016 12:32

Radprofi wettert gegen Tiroler Hotelier

Fast 570.000 Facebook-Freunde hat der slowakische Radprofi und Weltmeister Peter Sagan. Was er ins Internet stellt, hat Gewicht. Nun wettert der Sportler gegen einen Ötztaler Hotelier. 460 Euro bekam Sagan für eine beschädigte Tischplatte in Rechnung gestellt. Für den Radprofi eine Frechheit - für den Vermieter eine ganz korrekte Vorgangsweise.

In der Slowakei hat das Tiroler Urlaubserlebnis von Peter Sagan für gehörigen Wirbel gesorgt. Nicht nur auf Facebook, auch über das bekannte Internet-Portal "aktualne.sk" wird über die Vorgangsweise des Tiroler Vermieters diskutiert. Dabei kommt dieser alles andere als gut weg.

Was war geschehen? Der Silvester-Urlaub des Radstars im Chalet-Resort Sölden kostete mehr als erwartet. 460 Euro verrechnete Vermieter Christoph Simonich dem Slowaken für eine beschädigte Tischplatte. Ein satter Preis, den Sagan im Internet nicht nur als "unfair" anprangert. Er stellt auch ein Foto des Tisches ins Netz, auf dem keine grobe Beschädigung auszumachen ist. Zudem sei der Kratzer nicht von ihm und seinen Freunden verursacht worden, lässt der Sportler die Welt wissen.

460 Euro sind für Peter Sagan finanziell nicht der Rede wert. Der Slowake gehört zu den absoluten Top-Verdienern im Radzirkus. Er soll pro Saison 4 Millionen Euro verdienen. Doch bei der Sache geht es dem Sportler ums Prinzip.

"Tischler musste Platte austauschen"

Ums Prinzip geht es auch dem kritisierten Hotelier. Dass der Vorfall so weite Kreise zieht, damit hat Christoph Simonich wohl nicht gerechnet. Doch er steht zu seinem Vorgehen. "Wenn ein neuer Tisch nach ein paar Wochen schon so ausschaut, dann geht das über normale Gebrauchsspuren hinaus", spricht Simonich von einer gravierenden Beschädigung durch Sagan und seine Begleiter. Ein Tischler habe eine neue Platte anfertigen müssen. Die etwas mehr als 460 Euro würden genau die Rechnung des Handwerkers ausmachen. Sagan habe das ohne Umschweife bezahlt und sei abgereist.

Dass er nun im Internet als dreister und gieriger Tiroler Hotelier hingestellt wird, freut Christoph Simonich natürlich ganz und gar nicht. Aber er kann der Sache - die für ihn erledigt ist - auch etwas Positives abgewinnen: "Aufgrund des Aufregers habe ich schon einige Reservierungsanfragen aus der Slowakei bekommen."

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