Fr, 15. Dezember 2017

Rallye Dakar

09.01.2016 13:29

Oberschenkelbruch! Matthias Walkner muss aufgeben

Auch die zweite Teilnahme von Matthias Walkner an der Rallye Dakar ist vorzeitig zu Ende gegangen. Nach seiner im Vorjahr auf der zehnten Etappe des Südamerika-Abenteuers durch eine Lebensmittelvergiftung notwendig gewordenen Aufgabe, kam diesmal das Out am Samstag zu Beginn der siebenten Etappe nach einem Sturz mit seiner KTM. Walkner zog sich dabei einen Oberschenkelbruch zu.

Im Gegensatz zu 2015 gewann der Salzburger beim Motorsport-Klassiker keine Etappe, die Aussichten auf eine Top-Platzierung oder sogar den Gesamtsieg waren aber bis zuletzt größer. Der 29-Jährige hatte aus seinem Debüt gelernt und war in der ersten Bewerbswoche mehrheitlich taktisch und materialschonend gefahren, erst in der zweiten Hälfte nach dem für Sonntag angesetzten Ruhetag sollte der Angriff auf die Spitze kommen.

Gut im Rennen gewesen
Doch auch schon mit dieser mehr taktischen Ausrichtung war Walkner am Samstag als Gesamt-Dritter mit lediglich 2:50 Minuten Rückstand auf den portugiesischen Honda-Piloten Paulo Goncalves in das Rennen gegangen. Mit den Etappenplätzen drei und zwei hatte der Werkspilot an den beiden Tagen zuvor sein Potenzial bereits angedeutet. Doch die Tücken der Dakar machten ihm nun doch einen Strich durch die Rechnung.

Zuletzt zweimal Glück gehabt
Schon am vorigen Sonntag war er bei einem Sturz auf einem Verbindungsteilstück noch relativ glimpflich davongekommen. Eine durch einen entgegenkommenden Lkw aufgepeitschte Wasserfontäne hatte Walkner die Sicht genommen und zu Boden gezwungen. Am Dreikönigstag schließlich konnte Österreichs Motorsportler des Jahres eine Kollision mit zwei Lamas gerade noch vermeiden.

Unfall 15 km nach Etappenstart
Am Samstag erwischte es ihn dann schon rund 15 Kilometer nach dem Start der von Uyuni in Bolivien nach Salta in Argentinien führenden Etappe. Der kurz danach an der Unfallstelle vorbeikommende Goncalves stoppte und meldete den Unfall per Leuchtrakete. Der Iberer blieb einige Minuten bei Walkner, fasste dadurch einen Malus von rund elf Minuten aus. Später wurden Goncalves aber 10:53 Minuten wieder gutgeschrieben.

"Kein offener Bruch"
Nach der Bergung wurde Walkner mit einem Hubschrauber in das Krankenhaus von Uyuni gebracht. "Dort wird er gerade durchgecheckt und geröntgt. Matthias ist bei Bewusstsein", vermeldete seine Schwester Eva Walkner, Freeride-Weltmeisterin und für die Medienarbeit ihres Bruders mitverantwortlich, nach einem Gespräch mit KTM-Team-Manager Alex Doringer.

Nach dessen Auskunft klagte Matthias Walkner über Schmerzen außer im Oberschenkel auch im Knie, es sei aber kein offener Bruch. Eva Walkner über ihren Bruder: "Sobald er transportfähig ist, wird er nach Österreich geflogen."

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