Mi, 22. November 2017

Feinde fürs Leben

08.01.2016 15:44

Platini vs. Blatter: „Er wollte mich erledigen“

Michel Platini hat den ebenfalls gesperrten Joseph Blatter für seine verhinderte Karriere als möglicher FIFA-Präsident verantwortlich gemacht. "Alles ist von Blatter ausgegangen, er wollte mich erledigen", erklärte der für acht Jahre vom Fußball verbannte UEFA-Präsident der Sportzeitung "L'Equipe".

"Er wollte nicht, dass ich zur FIFA gehe. Er hat oft gesagt, dass ich sein letzter Skalp wäre, aber er ist zur gleichen Zeit gestürzt wie ich", sagte der Franzose. Platini hatte am Donnerstag seinen endgültigen Rückzug aus dem Rennen um den Chef-Posten beim Weltverband erklärt.

Der ehemalige Weltklasse-Spieler hätte für eine Kandidatur bei der Wahl am 26. Februar ohnehin erst erfolgreich gegen seine Sperre durch die Ethik-Kommission des Weltverbandes vorgehen müssen. Das Gremium hatte die beiden Top-Funktionäre gesperrt, weil es für eine Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken von Blatter an Platini aus dem Jahr 2011 keine rechtliche Grundlage gegeben habe.

Windtner für Infantino als FIFA-Boss
Nach dem Rückzug von Platini gilt Scheich Salman bin Ibrahim Al Chalifa als Favorit für die Blatter-Nachfolge. ÖFB-Präsident Leo Windtner hofft auf einen europäischen Kandidaten und forciert den aktuellen UEFA-Generalsekretär Infantino. "Jetzt geht es darum, dass die UEFA geschlossen hinter Infantino steht", sagte der Oberösterreicher.

Der größte europäische Verband lässt sich mit einer Unterstützungserklärung aber noch Zeit. Der Deutsche Fußball-Bund will seine Strategie binnen zwei Wochen festlegen - ließ zunächst aber noch das erwartete Votum für den 45-jährigen Schweizer offen. "Das Präsidium wird in seiner nächsten Sitzung am 22. Jänner darüber beraten, welchen Kandidaten der deutsche Fußball bei der Wahl zum FIFA-Präsidenten nunmehr unterstützen wird", teilte Interimspräsident Reinhard Rauball mit.

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