Mi, 22. November 2017

Nach ÖVP-Drohung

08.01.2016 10:23

Jetzt besteht der Stronach-Klub nur aus Naderer

Es ist wie beim Auszählreim von den 10 kleinen Schwarzafrikanern: Nach und nach liefen dem Team Stronach die Mandatare davon, nun verabschiedete sich auch Gabriele Fürhapter. Dass sie als freie Mandatarin weitermacht, hat einen handfesten finanziellen Hintergrund. Und die sanfte Drohung von VP-Seite wirkte...

Jetzt ist Helmut Naderer ein Klubobmann ohne Klub, aber mit prall gefüllter Klubkassa: Nachdem Abgeordneter Otto Konrad bei der VP untergeschlüpft ist und ihm wenig später auch Stronach-Landesrat Hans Mayr folgte, verabschiedete sich Donnerstag auch Gabriele Fürhapter, Nummer 4 auf der Stronach-Liste von jener Gruppierung, die bei der Landtagswahl 2013 noch 22.217 Wähler (8,3%) überzeugen konnte.

Gabriele Fürhapter bleibt parteifreie Abgeordnete
"Ich werde künftig als parteifreie Abgeordnete die Regierung unterstützen", so Fürhapter am Donnerstag in einer Aussendung: "Absolutes Vertrauen und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe seien im Team Stronach nicht mehr gegeben", so die Mandatarin: "Ich bin dem Team Stronach und insbesondere Frank Stronach sehr dankbar für diese Chance und ich bedanke mich bei Helmut Naderer für die über weite Strecken gute Zusammenarbeit." Sie habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht und Naderer und Stronach-Generalsekretär von diesem Schritt informiert, bevor sie ihn öffentlich machte, betont Fürhapter. Tatsächlich war Fürhapter zuletzt nach eigenen Angaben gesundheitlich schwer angeschlagen, laborierte an einem Magengeschwür und musste zudem mit Jahresende 2015 ihre eigene, kleine Werbefirma aus finanziellen Gründen liquidieren.

Firmen-Liquidierung und Finanzen als Hauptmotiv
Klubobmann Helmut Naderer zeigte Verständnis für Fürhapters Schritt: "Es geht ja um einen Landtagsbezug in den kommenden Jahren von mehr als 140.000 Euro brutto." Die ständige Drohung seitens der Landes-VP, dass Landesrat Hans Mayr wieder sein Landtagsmandat annehmen wolle und so Fürhapter ihren Sitz verlieren würde, habe, so Naderer, jetzt Früchte getragen: "Durch Fürhapters Wechsel in Richtung VP-Landtagsklub und die schriftlich erklärte Regierungsunterstützung ist das nicht mehr notwendig, weil die Regierung nun 20 sichere von 36 Stimmen im Landtag besitzt."

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