Mo, 18. Dezember 2017

In Sex-Falle getappt

08.01.2016 09:50

Burgenländer ließ sich mit Nackt-Video erpressen

Aller Warnungen der Polizei zum Trotz ist ein weiteres Opfer in die Sextortion-Falle getappt. Erwischt hat es diesmal einen 48-jährigen Burgenländer. Er war den Reizen einer unbekannten Frau auf Facebook erlegen und ihrer Forderung, sich vor der Webcam nackt zu zeigen, nachgekommen. Das böse Erwachen folgte prompt.

Die Unbekannte hatte dem Mann am Mittwoch eine Freundschaftsanfrage auf Facebook geschickt. Nur kurz darauf folgte ein Video, in dem sie nackt zu sehen war, verbunden mit der Bitte, es ihr doch gleichzutun und sich ebenfalls vor der Webcam zu entblößen. Der Burgenländer tat wie ihm geheißen, zog sich aus und erhielt dafür prompt die Rechnung: Er solle 15.000 Euro bezahlen - andernfalls werde das Nackt-Video veröffentlicht, erpresste ihn die Internet-Schönheit.

Zweimal Geld überwiesen
Anstatt den Kontakt abzubrechen und direkt zur Polizei zu gehen, handelte der 48-Jährige den Preis zunächst auf 630 Euro herunter und überwies den Betrag auf ein Konto an der Elfenbeinküste. Geholfen hat ihm dies jedoch nichts: Am Donnerstag erhielt er eine weitere Nachricht, bei der es um die Löschung des Videos ging. 840 Euro sollte der Burgenländer dafür zahlen, was er auch tat. Erst als er wenig später aufgefordert wurde, weitere 2000 Euro zu überweisen, erstattete er schließlich Anzeige, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Nicht zahlen, Anzeige erstatten
Diese rät prinzipiell, nicht vor Unbekannten nackt vor der Webcam zu posieren. Hat man das bereits getan und Geldforderungen erhalten, sollte man dennoch keinesfalls zahlen. Es seien Vorfälle bekannt, in denen die Täter trotz Zahlung das Material veröffentlichten. Sollte ein Video online gehen, wird empfohlen, den Link an den Internetombudsmann zu schicken, der bei der Löschung behilflich ist. Zudem sollte Anzeige bei der Polizei erstattet werden.

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