Mo, 20. November 2017

Causa Linzer Dom

07.01.2016 07:19

Pfarre vergleicht Glockenläuten mit Froschquaken

Der Streit um die Lärmbelästigung durch die Glocken des Linzer Mariendoms soll bekanntlich vorm Obersten Gerichtshof weitergehen. Anwalt Wolfgang List hat für den streitbaren Nachbarn Revision gegen die Klagsabweisung eingebracht. In einer Antwort darauf vergleicht die Dompfarre Glockenlärm jetzt mit Froschquaken.

Gegen die nächtliche Lärmbelästigung durch die Linzer Domglocken ist Anrainer Wolfgang Lassy vor Gericht gezogen - und sowohl vor dem Landes- als auch dem Oberlandesgericht abgeblitzt. Anwalt Wolfgang List hat dagegen Revision beim OGH eingelegt.

Nun legte Wolfgang Graziani-Weiss, der die Dompfarre vertritt, eine Revisionsbeantwortung vor, in der er Glockengeläut mit Froschquaken vergleicht. Das könne nur als "zusammenhangslos, widersinnig und amüsant" qualifiziert werden, argumentiert Anwalt List: "Denn das Quaken von Fröschen ist keineswegs als allgemeine Gesundheitsgefährdung einzustufen, sondern vielmehr als Musik der Natur."

Eine Gesundheitsgefährdung will List mit einer Studie der ETH Zürich nachweisen, die auch in einem Schweizer Urteil ihren Niederschlag fand: Die Glocken dürfen dort nachts nur noch zur vollen Stunde schlagen. Diese Studie sei in der Klageabweisung nicht genügend berücksichtigt worden.

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