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28.12.2015 13:38

Chaos Computer Club macht Hamburg zum Hacker-Mekka

Seit Sonntag ist Hamburg das Mekka europäischer Hacker. Beim Chaos Communication Congress des deutschen Chaos Computer Club versammeln sich noch bis Mittwoch geschätzte 12.000 IT-Experten in der Hansestadt, um sich über aktuelle netzpolitische Entwicklungen auszutauschen und vor den Gefahren vernetzter Technologie zu warnen.

Die Großveranstaltung für IT-Experten bietet Hackern und IT-Sicherheitsforschern eine Bühne, auf der sie die Erkenntnisse aus ihrer Arbeit vorstellen können. Bei Vorträgen am Chaos Communication Congress wird heuer beispielsweise auf die Tricks der Autohersteller beim Verfälschen von Abgaswerten eingegangen, aber auch auf die mangelhafte Sicherheit von Terminals zur Bankomatkarten-Zahlung.

Netzpolitisch gibt es wenig zu feiern
Neben IT-Risiken thematisieren die Hacker in Hamburg auch aktuelle netzpolitische Entwicklungen - und die wenigsten davon sorgen für Freude bei ihnen. Die Abschaffung der Netzneutralität durch die EU und die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland sind einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" zufolge vielen Teilnehmern des Kongresses ein Dorn im Auge, viele hatten monatelang gegen die Veränderungen protestiert, wurden von der Politik aber nicht gehört.

Mit 12.000 Besuchern ist der Kongress der deutschen Hacker einer der größten auf der Welt und ähnlich gut besucht wie die amerikanischen Defcon-Kongresse in Las Vegas. Weil sich die Veranstalter bewusst sind, dass trotzdem nicht jeder Interessierte dem großen Hacker-Treffen beiwohnen kann, streamen sie das Vortragsprogramm auch ins Internet. Wer sich für die Erkenntnisse der europäischen IT-Sicherheits- und Hacker-Szene interessiert, findet auf der Website zum Event laufend neue Livestreams.

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