Mi, 18. Oktober 2017

In Tirol gerettet

28.12.2015 08:10

„Kisten-Hündin“ darf endlich in Frieden leben

Tagein, tagaus in einer Holzkiste - auf diese Weise musste Mischlingshündin "Ilka" ihre ersten zwei Lebensjahre fristen. Ein Bein zog sie nur nach, von anderen Hunden wurde sie gebissen. Dann folgte eine Wende - wie Weihnachten und Ostern zusammen!

"Ilka" war eine jener 27 Hunde, die in Tarrenz in Tirol einem überforderten Besitzer abgenommen wurden. Er hatte die vielen Tiere teilweise in kleinen hölzernen Verschlägen gehalten, wo sie ein jämmerliches Dasein hatten.

Vernachlässigte Hunde wurden gerettet
Behörde und Tierschutzverein für Tirol griffen im März ein und räumten das vernachlässigte Areal. Unter den bedauernswerten Hunden war auch Ilka, die ins Tierheim nach Wörgl kam. Das dortige Team erinnert sich: "Sie zog ihr rechtes Hinterbein nur nach. Sie hatte auch viele Bisswunden am Körper. Wahrscheinlich wurde sie wegen ihrer Behinderung von den anderen Hunden gemobbt, wenn sie hin und wieder aus der Kiste kam."

Ilka schnappte nur ängstlich um sich
Bei den ersten Kontakten mit Menschen schnappte Ilka noch vor lauter Angst um sich. "Doch ihr Vorteil war das neugierige Wesen. Sie beobachtete ihre Pfleger permanent und fand schnell heraus, dass bei freiwilligem Kontakt immer eine kleine Leckerei aus der Tasche gezaubert wurde", freuten sich die Tierheim-Mitarbeiter über diese kleinen Schritte.

Kaputtes Beinchen wurde operiert
Auch eine OP für das vermutlich ständig schmerzende Bein war nötig, die Hündin lernte erstmals, auf vier Pfoten zu laufen. "Man konnte dann richtig zusehen, wie Ilka auftaute und einen richtig fröhlichen Eindruck machte, der sogar uns Mitarbeiter ansteckte."

Eines Tages stand ein Ehepaar vor der Tür
Nach weiteren Fortschritten dann der Glückstag - als das Innsbrucker Ehepaar Sigurd und Ursula Pechlaner vor der Tierheim-Tür stand. "Wir waren gerade im Urlaub gewesen. Erstmals seit 30 Jahren ohne Hund. Da erkannten wir schnell, dass uns etwas fehlt", erzählen die Höttinger. Ihnen fiel das ansteckende Wesen von Ilka sofort auf.

Ilka fand ihren Lebensplatz
"Der Probespaziergang endete zwar damit, dass sie sich losriss und zurück zum Tierheim rannte. Wir mussten schmunzeln, dass sie uns übers Kreuz gehaut hat", sagt Sigurd Pechlaner. Doch das letzte Eis war bald gebrochen und Ilka durfte nach Innsbruck umziehen. Noch zwei Mal ging die neugierige Hündin unerlaubt auf Entdeckungsreise - einmal sogar mitten durch die Stadt.

"Sie zieht jeden gleich in ihren Bann"
"Inzwischen haben wir volles Vertrauen. Sie ist gelehrig, lieb zu anderen Hunden und zieht jeden gleich in den Bann", erzählt Ursula Pechlaner. Klar, dass Ilka auch beim Weihnachtsurlaub in der Steiermark dabei ist - unter dem Christbaum statt in der Kiste!

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