Sa, 21. Oktober 2017

Aus Altersgründen

24.12.2015 11:54

Brasilien-Bischof Erwin Kräutler tritt zurück

Papst Franziskus hat am Mittwoch das Rücktrittsgesuch des Bischofs der brasilianischen Diözese Altamira-Xingu, Erwin Kräutler, angenommen, und einen Nachfolger ernannt. Das meldete Kathpress. Der gebürtige Vorarlberger hatte bereits im Vorjahr das kirchenrechtlich vorgesehene Emeritierungsalter von 75 Jahren erreicht.

Kräutler, der die Diözese am Xingu-Fluss seit 1980 leitete, gilt als Symbolfigur für das Engagement für die Rechte der Indigenen, durch Großgrundbesitz Vertriebenen, der Kleinbauern und Fischer Amazoniens und des Kampfes gegen die Umweltzerstörung durch Abholzung und Staudammbau. Zuletzt hatte Kräutler vor allem durch seinen Einsatz gegen das brasilianische Mega-Staudammprojekt Belo Monte Schlagzeilen gemacht.

Sein Engagement trug ihm Anerkennung weit über Kirchenkreise hinaus ein: 2010 wurde Kräutler für seinen Einsatz für die Menschenrechte der Indios und die Erhaltung des tropischen Regenwaldes mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Caritas-Präsident Michael Landau würdigte Kräutler als einen "Pionier in Sachen Umweltschutz und Engagement für die Ärmsten". Der Vorarlberger, habe "sich für Menschen eingesetzt, die an den Rand gedrängt wurden und dabei vielfach sein Leben riskiert", so Landau.

Kräutler will künftig teils in Österreich leben
Der 1939 in Koblach im Bezirk Feldkirch geborene Kräutler will - wie er in dem gemeinsam mit dem Publizisten Josef Bruckmoser verfassten Buch "Mein Leben für Amazonien" ankündigte - nach Annahme seines Rücktrittsgesuchs durch den Papst teils in Brasilien, teils in Österreich leben, für Firmungen, Einkehrtage oder seinen Orden, die Missionare vom Kostbaren Blut, zur Verfügung stehen, das Diözesanarchiv in Altamira ordnen bzw. eine "Geschichte des Xingu" schreiben. Nachfolger Kräutlers wird der brasilianische Franziskaner Joao Muniz Alves.

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