Do, 23. November 2017

22 Millionen Euro

23.12.2015 20:59

In Meidling wird 2016 auch das Budget gegendert

22 Millionen Euro! So viel öffentliches Geld darf die rote Bezirksvorstehung 2016 für Meidling ausgeben. Wie man dieses Geld einsetzt? Geschlechtergerecht! "Meidling ist der einzige Bezirk Wiens mit einem gegenderten Budget unter Berücksichtigung genereller Gleichstellungsziele", merkt die SPÖ voller Freude an.

Wer gedacht hat, es macht keinen Unterschied, ob Sandkasten, Schaukel, Rutsche oder Klettergerüst auf dem Kinderspielplatz stehen, der irrt. Die Roten in Meidling überlegen ganz genau, welche Geräte sie mit dem Budget für Parks und Spielplätze 2016 (1,3 Mio. €) aufstellen, um für Geschlechtergerechtigkeit zu sorgen. Denn auf den Plätzen turnen mehr Buben, wie der Bezirksvoranschlag für 2016 zeigt.

"Geschlechtergerechte Aufteilung"
Ob Schüler, Verkehrsteilnehmer oder Pensionisten - auf der bunten Budgettorte sind Ausgaben für Männlein und Weiblein genau dokumentiert. Viel Arbeit für den Finanzausschuss, wie es aus dem Büro von Bezirksvorsteherin Gabriele Votava heißt. Gleichstellung wird da bei der Gestaltung von Freiflächen in Pflichtschulen sowie bei kulturellen und sozialen Förderungen verfolgt. Im Verkehr mit der Stärkung von Fußgängerinnenwegen oder der Frauenquote bei Straßennamen.

Als Pilotbezirk für gegendertes Budget wartet Meidling noch auf Nachahmer.

Wie der Sensenmann in Meidling zu mehr Gendergerechtigkeit erzogen wird
Manche nennen das in weihnachtlicher Milde "herzig", andere aber "parteitypische Hybris", wie die Meidlinger SPÖ-Bezirksvorsteherin ihr "gendergerechtes Bezirksbudget" abfeiert - und möchte damit sogar Gevatter Tod bestechen.

So will Gabi Votava "absolut gendergerecht" auch den "Anteil der männlichen Besucher der PensionistInnen-Klubs" erhöhen. Mit 180.000 Euro Steuergeld soll das Projekterl finanziert werden. Trotz dieser Summe wird das nicht ganz so einfach: Denn bis zur SPÖ hat sich offenbar noch nicht durchgesprochen, dass Österreichs Männer laut Statistik Austria im Durchschnitt um 5,3 Jahre früher als Frauen das Zeitliche segnen - und damit logischerweise immer mehr Seniorinnen als Senioren den Pensionistenklub des Bezirks besuchen werden.

Aber welche Stadtpolitikerin kümmert sich im aktuellen rotgrünen Genderwahn schon um schnöde Fakten?

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