Mo, 20. November 2017

„Entfacht Konflikte“

22.12.2015 11:40

Apple warnt vor britischen Plänen zur Überwachung

Apple warnt vor den Folgen der britischen Pläne zur Überwachung des Internets. In einer schriftlichen Einschätzung an das Londoner Parlament hielt der kalifornische Konzern fest, dass die Überwachung den Technologiesektor weltweit hemmen und internationale Konflikte heraufbeschwören könne, berichtete die "Financial Times" am Dienstag.

Den Plänen der konservativen Regierung in London zufolge sollen Geheimdienste und Polizei in Zukunft unter bestimmten Umständen etwa Aktivitäten von Internetnutzern überwachen können, ohne dafür eine richterliche Genehmigung zu benötigen. Innenministerin Theresa May begründet das mit dem notwendigen Kampf gegen Terror und organisierte Kriminalität, Datenschützer laufen indes Sturm gegen den Gesetzentwurf.

Der Wunsch nach Zugriff auf in anderen Ländern gespeicherte Daten werde "erhebliche Teile des Tech-Sektors bewegungsunfähig machen und ernste internationale Konflikte entfachen", zitierte die "Financial Times" aus dem Papier von Apple. Zudem würden andere Länder wahrscheinlich nachziehen und durch widersprüchliche Gesetze multinationale Unternehmen "lähmen".

Ob Apples Wort in Großbritannien Gewicht hat, bleibt abzuwarten. Dem Bericht zufolge wollen allerdings auch Google, Facebook, Twitter, Yahoo und Microsoft dem zuständigen Parlamentsausschuss eine ähnliche Einschätzung schicken.

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