Mi, 25. April 2018

Frau und Job weg

22.12.2015 10:46

"Fallout 4"-Süchtiger klagt auf Schadenersatz

Weil er wegen exzessiven Spielens von "Fallout 4" zuerst seinen Job und dann die Ehefrau verlor, hat ein 28-jähriger Gamer aus dem sibirischen Krasnojarsk jetzt Klage gegen den Spielehersteller Bethesda eingereicht. Er fordert über 6400 Euro Schadenersatz.

Einem Bericht der russischen Nachrichtenwebsite rt.com zufolge war der 28-Jährige über eine Werbung auf das Spiel aufmerksam geworden, hatte es sich heruntergeladen und fortan über mehrere Wochen exzessiv gespielt, sodass er zunächst seinen Job verlor und ihn wenig später wegen seiner "schädlichen Gewohnheiten" auch noch die Ehefrau verließ.

Für das ihm widerfahrene "emotionale Leid" fordert der Mann daher nun von Publisher Bethesda und der für die russische Übersetzung zuständigen Firma SoftClub Schadenersatz in Höhe von 500.000 Rubeln - umgerechnet rund 6440 Euro. "Wenn ich gewusst hätte, dass dieses Spiel derart süchtig macht, wäre ich vorsichtiger gewesen. Ich hätte es nicht gekauft oder mit dem Spielen bis zum Urlaub gewartet", wird der Mann zitiert.

Ob er damit vor Gericht Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Es handle sich um einen Präzedenzfall für Russland, hieß es. Die Anwaltskanzlei, die den Gamer vertritt, will laut eigenen Angaben "sehen, wie weit wir in diesem Fall gehen können".

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