Do, 23. November 2017

„Undenkbar“

22.12.2015 09:03

Jäger gegen Geburtenkontrolle statt Abschuss

Um den Wildbestand in den Griff zu bekommen, haben Tierschützer nun einen neuen Vorstoß gemacht: Statt die Tiere nur zu bejagen, soll eine Art Hormonpille zur Regulierung dienen. Damit würde man "Spaßjagden" einen Riegel vorschieben, so die Protagonisten. Für die steirischen Jäger ein "undenkbares" Szenario".

Die einen feiern es als "historischen Moment", die anderen nennen es "Profilierungsmaßnahme militanter Jagdgegner": Die Rede ist von einem neuen Beschluss, wonach der Wildbestand künftig mittels fruchtbarkeitsdrosselnden Präparaten reguliert werden soll. Im Wiener Tiergarten Lainz wird der Plan als erstes umgesetzt, vorerst einmal sind Dammwild und Mufflon betroffen, an einer Ausweitung des Pilotprojektes wird aber bereits gearbeitet. Treibende Kraft dahinter: der Verein gegen Tierfabriken (VGT).

Landesjägermeister: "Verhöhung der Schöpfung"
Nachdem die Grünen nicht nur für Wien, sondern auch für das Burgenland und die Steiermark Anträge zur Änderung des Jagdgesetzes eingebracht haben, ist der weiß-grüne Landesjägermeister in Alarmbereitschaft: "Das Fernziel lautet klar die generelle Beendigung der Jagd", so Heinz Gach. Dass man stattdessen beabsichtigt, die Bestände mittels Eiweißimpfungen zu verkleinern, bezeichnet Gach als "Verhöhung der Schöpfung": "Grundsätze der Tierethik werden so verkauft und verraten, das Wildtier zum Versuchsobjekt gemacht - und das gerade unter dem Deckmantel des Tierschutzes".

Die Entscheidung hängt letztendlich von den jeweiligen Ländern (und deren politischer Färbung) ab.

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