Di, 12. Dezember 2017

Erlag Herzleiden

18.12.2015 10:58

Tödlicher Spitals-Keim: Überträger-Baby gestorben

Traurige Nachrichten aus der Linzer Landesfrauen- und Kinderklinik (LFKK): Jenes Baby, das den hochresistenten Acinetobacter-Keim in das Spital eingeschleppt haben dürfte, ist in der Nacht auf Freitag gestorben. Es erlag seiner schweren Herzerkrankung, wegen der es ursprünglich von Sarajevo nach Linz verlegt worden war.

Bei dem kleinen Mädchen war bei einem routinemäßigen Abstrich der hochresistente Acinetobacter-Keim festgestellt worden. Der Säugling sei sofort mit einem spezifischen Antibiotikum behandelt worden, man habe "maximale Isolations- und Hygienemaßnahmen ergriffen", betonte der Spitalsbetreiber gespag. In der Nacht auf Freitag verloren die Ärzte schließlich den Kampf um das Leben des Babys.

Schon zweiter Todesfall
Bereits am 10. Dezember war ein frisch operiertes Neugeborenes vermutlich infolge der Keiminfektion gestorben. Das Baby war wegen einer Darmfehlbildung mehrfach operiert worden und deutlich immungeschwächt. Es kam schließlich zu einer tödlichen Sepsis. Drei weitere Säuglinge befinden sich nach wie vor Quarantäne.

Sowohl das AKh als auch LFKK wurden nach Bekanntwerden des Keimbefalls umgehend einer chemischen Reinigung unterzogen. Auch wurden die betroffenen Mitarbeiter der Spitäler - 120 an der Zahl - auf den Erreger getestet. Mit Stand Donnerstag waren 90 Prozent der Testergebnisse ausgewertet. Es sei zu keiner weiteren Ausbreitung des tödlichen Keims gekommen, hieß es.

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