Sa, 18. November 2017

Arbeiter ausgebeutet

18.12.2015 09:17

Zwanziger fordert Boykott der WM 2022 in Katar

EX-DFB-Chef Theo Zwanziger hat sich aufgrund der Menschenrechtslage für einen Boykott der Fußball-WM 2022 in Katar ausgesprochen: "Ich würde als Fan nicht zur WM nach Katar fahren. Ethisch ist ein solcher Besuch nicht zu begründen."

Aus rechtlicher Sicht ist ein Boykott nicht so einfach. "Am besten wäre es, wenn die neue FIFA-Führung Katar die WM entzieht", sagte Zwanziger gegenüber der "Welt".

Ein neuer Report der Internationalen Gewerkschaftsunion ITUC zur Ausbeutung von Arbeitskräften in Katar sorgt wieder für Aufsehen. Laut diesem werden bis zu 7000 Bauarbeiter bis 2022 ums Leben kommen. "In die Notaufnahmen der katarischen Krankenhäuser werden derzeit 2800 Patienten täglich eingeliefert. Das sind 20 Prozent mehr als im vergangenen Jahr", so ITUC-Generalsekretärin Sharan Burrow.

"Krebsgeschwür des Weltfußballs"
Theo Zwanziger hatte Katar im Zusammenhang mit der WM-Vergabe als "Krebsgeschwür des Weltfußballs" bezeichnet. Der Verband des Emirats hat deshalb eine Unterlassungsklage eingereicht. "Man muss enttäuscht und resigniert feststellen, dass sich unsere Maßstäbe nicht auf Katar anwenden lassen", sagte Zwanziger. "Ich hatte zwischenzeitlich die Hoffnung, dass sie sich aufraffen und tatsächlich etwas verändern. Sie wären auch in der Lage, aber sie wollen einfach nicht."

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