So, 17. Dezember 2017

Neuer Fahrplan

14.12.2015 14:58

Vollbetrieb am Wiener Hauptbahnhof aufgenommen

Tausende Reisende haben seit Montag einen neuen Ankunfts- und Abfahrtsort in Wien: Die aus dem Westen kommenden Fernverkehrszüge der ÖBB steuern mit der am Sonntag erfolgten Fahrplanumstellung den neuen Hauptbahnhof und nicht mehr, wie bisher, den Westbahnhof an. "Es hat keine Schwierigkeiten bei der Umstellung gegeben", zog ein ÖBB-Sprecher am Montagvormittag Bilanz.

Die Fahrplanumstellung sei "komplett nach Plan verlaufen", zeigte sich der Bundesbahnen-Sprecher zufrieden: "Fast alle Züge waren pünktlich unterwegs und die Kunden fanden sich gut zurecht. Der Pünktlichkeitswert liegt genau im selben Bereich wie im Durchschnitt der anderen Tage bzw. wie vor dem Fahrplanwechsel." Nur ein Zug hätte eine Verspätung von 15 Minuten gehabt - dies aber aufgrund einer technischen Störung: "Das hatte nichts mit der Umstellung zu tun und hätte an jedem anderen Tag auch passieren können."

Völlig neue Zeiten sind mit der Fahrplanumstellung auch für den Westbahnhof angebrochen, der ab sofort nur noch als Regional-Haltestelle fungiert. Das am weitesten entfernte Ziel, das mit der ÖBB direkt erreicht werden kann, ist St. Valentin im niederösterreichischen Bezirk Amstetten. Lediglich die private Westbahn verkehrt noch vom Westbahnhof bis Salzburg. Sie hat auf einen Wechsel zum Hauptbahnhof verzichtet.

Wenig Beschwerden über neuen Fahrplan
Mit dem am Sonntag vollzogenen Fahrplanwechsel halten nun täglich rund 1100 Züge am Hauptbahnhof bzw. fahren von dort ab. Züge aus dem Westen halten ab sofort dort bzw. legen auch einen Stopp in Wien-Meidling ein. Am Westbahnhof sind die ÖBB mit rund 180 Zügen präsent, also mit rund einem Drittel weniger als vor der Umstellung. Gleichzeitig würden dort aber mehr Nahverkehrszüge als bisher halten, hieß es. Laut ÖBB hätten 80 Prozent der Passagiere einen Vorteil durch den neuen Fahrplan. Das Beschwerdeaufkommen sei gering, sagte der Bundesbahnen-Sprecher.

Die Arbeiterkammer sieht das kritischer: "Für Pendler mit fixen Arbeitszeiten sind schon Verschiebungen um zehn Minuten ein Problem, wenn sie etwa im Handel bis 20 Uhr arbeiten müssen und der letzte Zug um 20.14 Uhr geht", so Arbeiterkammerpräsident Rudolf Kaske. Die Interessensvereinigung hat nun eine Befragung gestartet. Pendler können ihre Meinung zu den Neuerungen bis Ende Jänner online auf kundtun, die Ergebnisse sollen im Frühjahr den ÖBB vorgelegt werden.

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