Do, 23. November 2017

Zu wenig Rendite

09.12.2015 15:39

Kritik an Lebensversicherung

Vollmundig hatten große Versicherungen ihren Kunden in den 1990er-Jahren traumhafte Gewinne von bis zu 100 Prozent versprochen. Zahlreiche gutgläubige Burgenländer schlossen deshalb Verträge ab und schauen jetzt, am Ende der Laufzeit, plötzlich durch die Finger. Die Arbeiterkammer fordert mehr Transparenz.

Vor windigen Versicherungsvertretern und übereilten Abschlüssen mahnt einmal mehr die Arbeiterkammer und führt den Fall von Anna S. als Beispiel an. S. schloss im Jahr 1992 bei einem renommierten Unternehmen eine Lebensversicherung ab. Bei 11.300 Euro Einzahlung versprach man ihr für 2015 eine Auszahlung von 21.800 €. Doch als der Vertrag nun auslief, kam der große Schock: Statt der rund 22.000 Euro überwies ihr die Versicherung gerade einmal 13.330 Euro.

Das sind 8500 weniger, als der Kundin versprochen worden waren. Und das, obwohl gerade in den 1990ern und Anfang 2000 von einer Finanzkrise keine Spur war. Verzweifelt wandte sich das Opfer an die Arbeiterkammer. Auf Anfrage der Konsumentenschützer gab das Unternehmen kleinlaut zu, dass man die Gewinnsätze "laufend reduzieren" habe müssen. Die Arbeiterkammer fordert daher verpflichtend mehr "Transparenz bei den Verträgen und rechtzeitige Informationen für die Kunden". Den Betroffenen nützt das allerdings nicht mehr viel.

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