Mo, 20. November 2017

In Wien festgenommen

08.12.2015 12:22

IS-verdächtige Schwedin (17) wird zurückgeschickt

Jene 17-jährige Schwedin, die am Wochenende auf dem Weg nach Syrien in Wien festgenommen wurde, soll nach Hause geschickt werden. Die Sozialbehörde in ihrer Heimatstadt Linköping wolle das Mädchen zurückholen, sagte ein schwedischer Polizeisprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur TT. In Österreich dürfte das Ermittlungsverfahren gegen sie eingestellt werden.

Die Jugendliche mit somalischen Wurzeln war in der Nacht auf Montag nach einem Hinweis der schwedischen Behörden am Wiener Westbahnhof festgenommen worden. Sie soll sich auf dem Weg nach Syrien befunden haben - nach Angaben von Angehörigen äußerte sie zuvor Sympathien für die Terrormiliz Islamischer Staat.

Am Montag wurde die 17-Jährige bei der Staatsanwaltschaft Wien wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung angezeigt. Der zuständige Staatsanwalt prüfe nun die Einstellung des Verfahrens, da derzeit keine Hinweise auf eine Tat im Inland vorliegen würden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Man habe nun Übergabehaft beantragt - das Gericht in Wien setzt in der Folge eine Frist von 40 Tagen, innerhalb derer die Schweden einen europäischen Haftbefehl ausstellen können. Auf diesen hin kann das Mädchen dann in ihre Heimat ausgeliefert werden.

Ein Haftbefehl aus Schweden liegt bisher noch nicht vor. Die Polizei habe noch kein Ermittlungsverfahren eröffnet, sagte der Sprecher laut TT.

Aus dem Video-Archiv: 14-jähriger Dschihadist muss hinter Gitter

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