Fr, 20. Oktober 2017

Fahndung läuft

07.12.2015 17:08

Ermittler: Pferdehof-Mord war präzise geplant

Nach dem Mord an einem deutschen Pferdehof-Besitzer (52) in Leipzig wird jetzt immer klarer, warum der Oberösterreicher Hermann Haase (50) zum Mörder wurde. Er hatte ein Verhältnis mit einer Bekannten des Opfers – und hoffte, geschäftlich in Deutschland voll durchstarten zu können. Die Fahndung nach dem mutmaßlichen Täter läuft auch in Österreich weiter auf Hochtouren.

Die wenigen Freunde des zuletzt im oberösterreichischen Nußdorf am Attersee lebenden Haase erzählten alle dasselbe: Vor Jahren habe er Frau und Sohn verlassen, um mit einer Bekannten des späteren Mordopfers Rocco J. (52) eine Beziehung einzugehen. Er hoffte auf ein großes Erbe, denn die neue Liebschaft hatte offenbar Anspruch auf das prachtvolle Pferdegestüt in Leipzig. Und sie hatte auch vor, mit Haase ein völlig neues Leben zu beginnen.

Mörder wollte Pferdehof übernehmen
"Er hat sich darauf vorbereitet, den Hof zu übernehmen", erzählte Walter G., ein früherer Geschäftspartner des flüchtigen Mörders. "Die beiden haben sich vor drei, vier Jahren in Linz kennengelernt." Rocco J. wusste aber anscheinend, wie er die Übernahme seines Hofes verhindern konnte. War das schließlich sein Todesurteil? Die Ermittler gehen jedenfalls fix davon aus.

Bekanntlich ging Haase am Donnerstag wortlos auf Rocco J. zu, drückte dreimal ab und erschoss sein Opfer kaltblütig. Die Kugeln trafen den 52-Jährigen in den Oberkörper und in den Rücken. Trotz des sofortigen Einsatzes eines Notarztes verstarb J. kurz darauf am Tatort.

Hat sich der Mörder etwas angetan?
Die Ermittler suchten am Wochenende auch in Oberösterreich nach dem Verdächtigen - erfolglos. Der Audi des Täters wurde in Leipzig sichergestellt. Fahnder vermuten deshalb, dass sich der 50-Jährige etwas angetan hat, warnen aber trotzdem: "Er ist bewaffnet!"

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