Di, 21. November 2017

Champions League

07.12.2015 13:00

Manchester-Gruppe: Dreikampf um den Aufstieg

In den Dienstagpartien (ab 20.45 Uhr) der Champions-League kommt es in der Gruppe B zu einem Dreikampf um die Achtelfinal-Tickets. Spitzenreiter VfL Wolfsburg genügt gegen den nur einen Punkt zurückliegenden englischen Rekordmeister Manchester United schon ein Remis zum Aufstieg, den auch der niederländische Champion PSV Eindhoven im Heimspiel gegen Schlusslicht ZSKA Moskau anpeilt.

Der in Diensten von United stehende deutsche Weltmeister Bastian Schweinsteiger warnte eindringlich vor der Heimstärke der Wolfsburger und sprach von einer schwierigen Aufgabe. "Wir müssen die richtige Strategie finden. Ich bin mir aber sicher, dass die Mannschaft bereit für eine große Nacht ist", lautete die Kampfansage von Schweinsteiger.

Dafür muss das Team von Trainer Louis van Gaal ohne den verletzten Kapitän Wayne Rooney endlich seine Abschlussschwäche ablegen. Seit dem 2:1-Heimsieg über Wolfsburg hat United in drei Champions-League-Matches nur zwei Treffer erzielt. Auch in der heimischen Premier League gelangen lediglich fünf Tore in den jüngsten sechs Spielen.

"Die Tore werden kommen, davon bin ich felsenfest überzeugt. Wir haben viele Chancen herausgespielt, nur das Glück hat uns gefehlt. Deshalb bin ich in keiner Weise beunruhigt", stellte Van Gaal nach dem 0:0-Heimremis am Samstag gegen West Ham klar.

Eindhoven: 2007 reloaded?
Die Schwäche von United will nicht nur Wolfsburg, sondern auch Eindhoven zum Ende einer Durststrecke nutzen: Seit der Saison 2006/07 warten die Niederlande auf eine Teilnahme an der K.-o.-Phase der Champions League. Damals drang PSV bis ins Viertelfinale vor, in dem das Out gegen Liverpool kam. Seinerzeit spielte noch der aktuelle Trainer Phillip Cocu für PSV.

"Was ich damals als Spieler gelernt habe, nutzte ich jetzt als Coach. Diese Erfahrung hilft in der Vorbereitung auf ein solches Spiel mit all seinen möglichen Szenarien", betonte Cocu. Selbstvertrauen schöpft PSV vor allem aus der Heimstärke, feierte man doch sowohl gegen Manchester United (2:1) als auch gegen Wolfsburg (2:0) Siege vor eigenem Publikum. Im Falle eines Wolfsburg-Heimsieges über United würde sogar schon ein Remis zum Weiterkommen reichen.

Die Gäste aus Moskau, die das Heimspiel gegen PSV 3:2 gewonnen haben, benötigen dagegen einen Erfolg im Philips-Stadion, um noch den Umstieg in die Europa-League-K.-o.-Phase zu schaffen. Doch ZSKA befindet sich derzeit in einem Tief, hat seit Ende Oktober kein Match mehr gewonnen. Trainer Leonid Sluzki, der auch russischer Teamchef ist, nahm deshalb vor der Reise in die Niederlande sogar das Wort "Krise" in den Mund.

ZSKA-Keeper will endlich ohne Gegentor bleiben
Dazu muss Sluzki auch noch auf Schlüsselspieler wie Wasili Beresutzki (erkrankt), Georgi Schtschennikow und Roman Eremenko (beide verletzt) verzichten. Viel wird deshalb davon abhängen, ob es ZSKA-Schlussmann Igor Akinfejew endlich gelingt, seinen Negativrekord in der Champions League zu stoppen: Der 29-jährige Teamgoalie hat in seinen jüngsten 36 Spielen in der Königsklasse immer zumindest ein Gegentor kassiert.

In den anderen drei Gruppen, die am Dienstag ihre abschließenden Spiele bestreiten, stehen die Achtelfinal-Teilnehmer bereits fest. In Gruppe A hat Real Madrid vor Paris St. Germain sogar bereits den Pool-Sieg sicher, den in der Gruppe C Benfica Lissabon und Atletico Madrid im direkten Duell ausspielen. Den portugiesischen Gastgebern genügt dafür bereits ein Remis.

In der Gruppe D sind Juventus Turin und Manchester City weiter. Bei einem Punktgewinn in Sevilla ist Juve unabhängig vom Ausgang des Parallelspiels in Manchester zwischen City und Borussia Mönchengladbach (noch ohne den rekonvaleszenten Martin Stranzl) auch Pool-Sieger.

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