Sa, 18. November 2017

1 Mio. Euro für Okto

07.12.2015 08:27

Erneut Geldregen für Wiener Mini-Ausländer-TV

An Okto TV lassen Kritiker kaum ein gutes Haar - von "Amateur-Schrott" ist die Rede, eine Randgruppengeschichte sei der Sender, Shows heißen "Avusturya Günlügü" oder "Bum TV Balkan". Nur 490 Personen sehen sich das pro Tag online an. Trotzdem soll der Steuerzahler wieder eine Million Euro dafür bezahlen.

Hochgerechnet erreicht das Programm rund 283.000 Personen monatlich - geboten wird Folgendes: "Das Unterhaltungsmagazin Ex-Yu in Wien taucht ein in das Nachtleben der ex-jugoslawischen Community", "Dani Dji versorgt uns monatlich mit Neuigkeiten aus der Münchner Balkan-Community" oder "Schwullesbische Soap aus Berlin, entstanden zwischen 1999 und 2005". Mit 490 Nutzern des Livestream-Angebots pro Tag führt Okto nicht gerade die Liste der Top-Online-Angebote dieser Stadt an.

"Format ersatzlos streichen"
"Dieser Sender, der quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit existiert, kostet ein Vermögen", erklärt der Wiener FPÖ-Klubobmann Dominik Nepp. Kurzum: "Man kann das Format ersatzlos streichen." Oder man kann es fördern. Und zwar mit viel Steuergeld. 1,08 Millionen Euro an Subvention soll dem Sender wieder für das Jahr 2016 zugesprochen werden. Der Antrag ging bereits durch den Ausschuss, am 16. Dezember wird er im Gemeinderat bearbeitet. Angegebener Grund für die Steuergeld-Spende: "Ein weiteres Ziel stellt die möglichst authentische Wiedergabe des Lebens von medial unterrepräsentierten Minderheiten dar."

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