Di, 12. Dezember 2017

Sensation

04.12.2015 20:08

Die OMV übernimmt 66 Friesacher-Tankstellen

Sehr viele Kaufanfragen hatte Markus Friesacher aus dem Ausland, er hat sich schließlich für die OMV entschieden. Somit bleibt das Unternehmen in österreichischer Hand.

Es ist ein wirtschaftlicher Coup, der in der Branche wie eine Bombe einschlagen wird. Denn es ist das Gebot der Stunde: Lebensmittelkonzerne schließen sich mit Mineralölunternehmen zusammen und arbeiten sich gegenseitig zu. Die Sensation gelang nun dem Anifer Unternehmer Markus Friesacher, der den Tankstellenmarkt 2009 gehörig aufwirbelte: "Hochwertiger Sprit zu günstigen Preisen", war sein Credo, die Strategie, die er über seine FE-Trading und Kooperationspartner Hofer fuhr, ging blendend auf. Automaten-Tankstellen sparten Personal, die Frequenz des Lebensmittel-Diskonters brachte die Kundschaft in Scharen.

66 Tankstellen baute Friesacher bis jetzt auf, sechs davon in Slowenien, der jährliche Umsatz beträgt 200 Millionen Euro: "Ich hatte sehr viele Kaufanfragen aus dem Ausland, aber ich habe mich für OMV entschieden, weil die Kommunikation bestens gepasst hat. Und das Unternehmen bleibt in österreichischer Hand, das war mir wichtig", verrät er der "Krone". Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, klar ist aber, dass der Deal für beide Unternehmen ein Gewinn ist. OMV mit dem neuen und höchst erfolgreichen CEO Rainer Seele und Vorstand Manfred Leitner haben die Übernahme mit Friesacher vereinbart, die im Laufe des Jahres 2016 stattfinden wird. Der deutschen Manager Seele traut man  vieles zu, er verfügt international und vor allem in Russland über exzellente Kontakte.

Was ändert sich aber für den Kunden? "Im Grunde gar nichts", sagt Markus Friesacher: "Das Branding mit Hofer bleibt bestehen, alle Standorte der Tankstellen  und der Firmensitz in Anif mit seinen Mitarbeitern auch. Die günstigeren Preise werden beibehalten. Mein Kerngeschäft bleibt die MF-Gruppe und bei den Lkw mit meiner AP-Trading, wo wir expandieren."

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