Sa, 25. November 2017

„Apokalyptisch“

02.12.2015 07:07

Hunderte Wale an Chiles Küste verendet

Im Süden Chiles sind mehr als 330 Wale gestrandet - eine der größten Strandungen dieser Art, die jemals registriert wurden. "Es erschien uns wie ein apokalyptisches Bild. Noch nie hatte ich so etwas gesehen", berichtete die Direktorin des Wissenschaftszentrums Huinay, Vreni Häussermann, der Nachrichtenagentur AFP. Sie hatte an der Expedition teilgenommen, die die toten Wale zählte.

Mehr als 20 Sei-Wale mit einer Länge von etwa zehn Metern waren im vergangenen April als tot gemeldet worden, nachdem sie im Norden des Golfs von Penas in Patagonien fast 2000 Kilometer südlich der chilenischen Hauptstadt Santiago gestrandet waren. Wissenschaftler, darunter Häussermann, überflogen dann im Juni das schwer zugängliche Gebiet.

Die Auswertung ihrer Zählung zusammen mit Fotos und Satellitenaufnahmen ergab nun, dass die tatsächliche Zahl der toten Wale weit höher liegt. "Wir konnten 337 tote Wale zählen", sagte Häussermann. Es gebe aber immer noch viele Gebiete, in die die Wissenschaftler nicht vorgedrungen seien, sodass wahrscheinlich noch mehr Wale tot seien.

Keine genauen Angaben zur Ursache des Walsterbens
Zur Ursache des Walsterbens wollte Häussermann keine genauen Angaben machen. Dies soll demnächst im wissenschaftlichen Fachblatt "National Geographic" enthüllt werden. Wunden wurden bei den Tieren nicht entdeckt, die chilenischen Behörden schlossen auch eine Einwirkung des Menschen aus. Häussermann sagte lediglich, erste Analysen hätten ergeben, dass alle Wale "bei demselben Ereignis" gestorben seien.

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