Mo, 18. Dezember 2017

"Performing Arts"

01.12.2015 11:29

Digitaler Rundgang durch die Staatsoper mit Google

Einen Rundgang durch die Wiener Staatsoper zu machen, ohne dafür einen Fuß in das Haus am Ring setzen zu müssen? Das ist ab sofort möglich: Mit dem Projekt "Performing Arts" bietet Google ab sofort Einblicke in renommierte Opern, Theater und Konzerthäuser aus aller Welt. Dabei können interaktive Geschichten abgerufen, Bildgalerien studiert, Backstage-Eindrücke gesammelt oder - zum Teil ultra-hochauflösende - 360-Grad-Videos angeschaut werden.

Die Wiener Staatsoper ist eines von 60 Häusern aus dem Bereich darstellender Kunst in 20 Ländern, die auf einer Website virtuell besichtigt werden können. So kann man sich durch die Eingangshalle klicken oder online durch Orchestergraben und Logen schreiten. Ermöglicht wird das durch die bekannte Street-View-Technologie des US-Unternehmens. Als Highlight wird in einer Presseaussendung am Dienstag der Teesalon angeführt: Dessen Decke wird als ultra-hochauflösendes Gigapixel-Foto abgebildet, womit man auch die feinsten Details des Gemäldes "Die Musik auf Adlerschwingen" von Karl Madjera erkennen könne.

Staatsopern-Direktor Dominique Meyer begrüßt die Initiative von Google, "wichtige Kunst- und Kulturinstitutionen der Welt vereint online zugänglich zu machen und diesen eine bedeutende digitale Plattform zu bieten". Besonders beeindruckt zeigt er sich von der Möglichkeit, "architektonische Details in hervorragender Auflösung betrachten zu können, die man selbst vor Ort so nicht sehen könnte". Neben der Staatsoper wird dies auch der Opera National de Paris, der Royal Shakespeare Company in Großbritannien oder der Carnegie Hall in den USA zuteil.

Bis dato hat das Google Cultural Institute, das für das Projekt verantwortlich zeichnet, mehr als 800 Partner in über 60 Ländern gewinnen können. Insgesamt bietet die Plattform damit bereits mehr als 170.000 Kunstwerke und rund sechs Millionen Fotos, Videos, Manuskripte sowie andere Dokumente aus Kunst, Kultur und Geschichte. Das damit zusammenhängende "Art Project" hat seit Sommer etwa auch digitalisierte Ansichten des Oberen und Unteren Belvedere sowie des Winterpalais in der Himmelpfortgasse im Programm.

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