Mi, 23. Mai 2018

"Bullen" zu blutleer

01.12.2015 20:50

Salzburg enttäuscht mit 1:1 gegen Nachzügler WAC!

Red Bull Salzburg hat den Herbstmeistertitel in der Bundesliga wohl verspielt. Der Titelverteidiger kam am Dienstag zum Auftakt der 18. Runde gegen den WAC über ein 1:1 nicht hinaus und liegt damit nur einen Zähler vor der Wiener Austria und zwei Punkte vor Rapid. Die Austria trifft am Mittwoch zu Hause auf Sturm Graz, Rapid ist bei Admira Wacker Mödling zu Gast. Die Salzburger enttäuschten über weite Strecken - vor allem vor der Pause - und haben damit nur eines der jüngsten fünf Ligaspiele gewonnen. Jonatan Soriano (63.) verhinderte mit seinem 13. Saisontor immerhin eine Niederlage. Der zuletzt angeschlagene Christopher Wernitznig (34.) hatte die Kärntner in Führung gebracht.

Der WAC blieb damit nach dem 4:0 gegen die Admira am Samstag auch im zweiten Spiel unter Neo-Trainer Heimo Pfeifenberger ungeschlagen und gab die "Rote Laterne" vorerst an die punktegleichen Rieder ab, die am Mittwoch in Altach gastieren. Prolongiert wurde aber die Auswärts-Negativserie, in der Fremde haben die Kärntner nun 21 Partien nicht gewonnen. Nach dem 0:0 in Ried gab es aber zumindest zum zweiten Mal diese Saison einen Punkt.

Erschütternde 1. Spielhälfte der "Bullen"
Martin Hinteregger wurde von Trainer Peter Zeidler wie schon einmal vor wenigen Wochen wegen mangelnder Trainingseinstellung aus dem Kader gestrichen. Die Negativ-Schlagzeilen rund um den Abwehrchef waren in der Spielvorbereitung sicher nicht förderlich. Das bekamen die nur 4632 Zuschauer vor der Pause auch auf dem Rasen zu sehen. Die "Bullen" hatten kaum zusammenhängende Aktionen, keine Qualität im Passspiel und enttäuschten auf vielen Linien. Mit Ausnahme eines Stangenschusses des alleine auf WAC-Tormann Christian Dobnik zulaufenden Omer Damari (4.) kamen sie einem Torerfolg nicht wirklich nahe.

Wernitznig lässt Coach Pfeifenberger jubeln
Die Kärntner nahmen hingegen den Schwung nach dem 4:0-Sieg gegen die Admira mit und hielten das Spiel offen. Schon nach zwei Minuten ging ein Silvio-Volley drüber. Sein Sturmpartner Issiaka Ouedraogo scheiterte in der Folge mit links an Alexander Walke (14.). Ihre dritte Chance konnten die Gäste nützen. Einen schönen Konter über Jacobo und Peter Tschernegg schloss Wernitznig aus leicht abseitsverdächtiger Position souverän zum 1:0 ab (34.). Silvio hatte bei einem Kopfball das zweite WAC-Tor vor Augen, setzte den Ball aber knapp daneben (40.).

Soriano gleicht für nun stärkere Bullen aus
Nach dem Seitenwechsel kamen die wegen Magen-Darm-Problemen ohne Benno Schmitz angetretenen Salzburger deutlich besser aus der Kabine. Dobnik war bei einem Minamino-Schuss auf dem Posten (48.). Der eingewechselte Valentino Lazaro verfehlte das lange Eck nur um Zentimeter (59.). Der Druck der Gastgeber wurde mit Fortdauer der Partie immer größer, die Kärntner konnten sich kaum mehr befreien. Der Ausgleich war daher die logische Folge: Soriano schoss nach einer von Naby Keita per Kopf verlängerten Schwegler-Flanke aus spitzem Winkel wuchtig ein (63.). Für den Salzburg-Kapitän war es bereits der 15. Treffer gegen den WAC.

Chancen auf den Siegtreffer für beide Seiten
Nach 70 Minuten erfingen sich die Kärntner wieder etwas und hatten auch die Chance auf die neuerliche Führung, ein Abschluss von Silvio aus elf Metern fiel aber zu schwach aus (71.). Es blieb die einzige gefährliche Aktion der Pfeifenberger-Truppe in der zweiten Hälfte. Die "Bullen" waren dem Sieg trotz schwächerer Leistung nahe. Dobnik zeigte aber bei Schüssen von Takumi Minamino (76.) und Hany Mukhtar (93.) sein Können, zudem verfehlte ein Schuss von Andreas Ulmer haarscharf das Tor (87.). Damit endete auch das zweite direkte Saisonduell 1:1.

Das Ergebnis:
Red Bull Salzburg - WAC 1:1
Salzburg, Red-Bull-Arena, 4632, SR Lechner
Tore: 0:1 (34.) Wernitznig, 1:1 (63.) Soriano
Gelbe Karten: Schwegler, Pehlivan bzw. Dobnik
Salzburg: Walke - Schwegler, Miranda, Caleta-Car, Ulmer - Minamino (81. Mukhtar), Pehlivan (46. Lazaro), Keita, Berisha - Soriano, Damari (68. Prevljak)
WAC: Dobnik - Standfest, Sollbauer, Rnic, Palla - Jacobo, Rabitsch, Tschernegg, Wernitznig (67. Berger) - Silvio, Ouedraogo (68. Hellquist)

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