Do, 23. November 2017

Klare Worte

30.11.2015 17:01

Marcel Hirscher: „Für mich völlig inakzeptabel!“

Marcel Hirscher zeigt beim Spaziergang mit der "Krone" in Vail wenig Verständnis für den Weltverband - und er denkt an Ted Ligety.

Auch das Colorado-Trainingslager des Marcel Hirscher wurde von einem Verletzungsschock überschattet. Sein PR-Betreuer Stefan Illek brach sich Schien- und Wadenbein. Marcels eigene Vorbereitung verlief dagegen zum Glück sturz- und problemlos. Dennoch kommt er verärgert nach Beaver Creek.

Im folgenden Video sehen Sie alles über die Gala, bei der Marcel Hirscher als Sportler des Jahres 2015 geehrt wurde:

Ausfall vergessen
Spaziergang mit Marcel durch Vail. Vor genau einer Woche hat er hier Quartier bezogen. In jenem Ort, in dem er im Februar zwei Goldene und eine Silberne überreicht bekam. "Aber wenn man da durch die Straßen geht, käme man nicht auf die Idee, dass hier vor ein paar Monaten eine WM war", wundert er sich. Aber in seinen Gedanken leben die Erinnerungen daran freilich. Fast nur gute. Trotz des Ausfalls im abschließenden Slalom. "Den habe ich schon vergessen."

Dafür ist sein Rennhunger in den letzten Tagen immer größer geworden. Fast sechs Wochen sind seit seinem bisher einzigen Rennen in dieser Saison in Sölden bereits vergangen. "So eine lange Pause ist für uns sicher nicht fein", meint er. Betont aber gleichzeitig, dass er diverse Interessen, die für einen derart frühen Saisonstart sprechen, durchaus nachvollziehen kann. Und dass natürlich kein Mensch etwas für die Absage des Levi-Slaloms wegen Schneemangel kann.

Svindal schwer zu schlagen
Weit weniger Verständnis aber hat er dafür, dass der Weltverband offenbar nicht wirklich versucht, ihn nachzutragen. "Wenn ich da keinen echten Willen erkenne, dann wäre das für mich völlig inakzeptabel", schnauft er. Schließlich hat er mit der ebenfalls ersatzlosen Absage des Cityevents von München bereits eine Chance auf zahlreiche Punkte verloren. Und die Bombenform des Aksel Lund Svindal macht die Jagd nach seinem historischen fünften Sieg im Gesamtweltcup sicherlich nur noch schwerer.

Aber an seinem Programm für Beaver Creek ändert all das nichts: Mittwoch oder Donnerstag oder an beiden Tagen Abfahrtstraining als Vorbereitung auf den Super-G am Samstag. Und am Sonntag will er versuchen, Ted Ligety in dessen Heim-Riesentorlauf zu besiegen. "Letzte Saison war das hier nicht möglich. Weder im Weltcup noch bei der WM. Ich bin jedes Mal volle Kanne gefahren - aber Ted war zu gut."

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