So, 19. November 2017

Mit 74 Jahren

25.11.2015 12:35

„Science Buster“ Heinz Oberhummer gestorben

Der Atomphysiker und "Science Buster" Heinz Oberhummer ist am Dienstag im Alter von 74 Jahren gestorben. Wie am Mittwoch bekannt wurde, starb der beliebte Wissenschaftler in einer Wiener Klinik an einer Lungenerkrankung.

Oberhummer war Professor für Theoretische Physik am Atominstitut der Technischen Universität Wien. Einer breiteren Öffentlichkeit war der gebürtige Salzburger durch seine Tätigkeit bei den "Science Busters" gemeinsam mit dem Kabarettisten Martin Puntigam und dem Physiker Werner Gruber bekannt geworden.

Neben seiner beeindruckenden Tätigkeit als Forscher war es Oberhummer stets ein Anliegen, naturwissenschaftliche Inhalte populär und verständlich zu präsentieren. Mit den "Science Busters" verfasste er mehrere Bücher, die regelmäßig Bestsellerlisten anführten. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, Top-Quoten bei den TV-Shows sowie mehr als 300 Radiosendungen und Platz 1 in den österreichischen Podcastcharts verweisen auf den Erfolg der "schärfsten Science-Boygroup".

Am Wochenende hätte Oberhummer mit den "Science Busters" in Salzburg auftreten sollen. Er hinterlässt seine Frau und zwei Kinder. Wie die "Science Busters" auf Facebook mitteilten, hat die Familie bereits "im engsten Kreise Abschied genommen". Oberhummers Körper werde gemäß seinem Wunsch der Wissenschaft zur Verfügung gestellt.

Video: Das Saisonfinale 2015 der "Science Busters"

Gruber: Als Physiker und auf der Bühne gut
"Es war ihm wichtig, nicht nur als Physiker gut zu sein, sondern auch auf der Bühne - und das hat er geschafft", sagte Gruber in einer ersten Reaktion zum Tod Oberhummers. Der "Science Busters"-Mitstreiter und Leiter des Planetariums Wien empfindet "tiefe Trauer", das Ableben Oberhummers sei mit dem eines Familienmitglieds vergleichbar.

"Heinz Oberhummer war auf der einen Seite ein sehr toller Physiker, der auch für den Physik-Nobelpreis nominiert wurde - das wissen die wenigsten", sagte Gruber. Selbst auf Konferenzen habe er sich immer wieder als "Hallodri" präsentiert, was seinen wissenschaftlichen Ruf allerdings nicht beeinträchtigt habe.

Es freue ihn, dass Oberhummer beispielsweise noch miterleben durfte, wie die "Science Busters" kürzlich den Österreichischen Staatspreis für Werbung und den Deutschen Kleinkunstpreis gewonnen haben, so Gruber. Mit der Frage, ob und wie es mit der Kabarettgruppe weitergehen wird, möchte sich Gruber, der sich selbst gerade von den Folgen eines Herzstillstandes erholt, noch nicht befassen.

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