Mi, 22. November 2017

Box-Schlagabtausch

24.11.2015 17:43

Klitschko bezeichnet Gegner Fury als „Patient“

Box-Weltmeister Wladimir Klitschko will seinen nächsten Gegner Tyson Fury am Samstag im Ring der Düsseldorfer Esprit-Arena einer besonderen Behandlung unterziehen. "Er ist ein Patient, der dringend eine Therapie braucht. Und der Box-Ring, der Kampf, ist die beste Therapieform", sagte der 39-jährige Schwergewichts-Weltmeister der Verbände IBF, WBA, und WBO vor seinem 19. Titel-Verteidigungskampf.

Der ungeschlagene Brite Fury tat sich zuletzt als Sprücheklopfer hervor, wohl auch um Interesse für den Kampf zu wecken. Er hetzte gegen Homosexuelle und legale Abtreibung. Der 27-Jährige beleidigte Klitschko als "alten Narren, Idioten, Roboter", der das Charisma einer Unterhose habe. "Fury hat eine Menge Schrauben locker", diagnostizierte der boxende Sportwissenschaftler Klitschko, der seit 2004 ungeschlagen ist, in einem "Welt"-Interview.

"Alter Champion gegen neuen Champion"
Beim ersten offiziellen Zusammentreffen der beiden Kontrahenten am Dienstag war von besonderer Aggressivität allerdings nicht mehr viel zu spüren: Auch äußerlich erwies der 2,06 Meter große britische Herausforderer dem Champion den Respekt eines Gentleman - in feinstem Zwirn. "Wir werden am Samstag alles im Ring sehen. Alter Champion gegen neuen Champion, alter Boxer gegen jungen Boxer", meinte der nach eigenen Worten aufgeregte Fury, der im hellbraunen Dreiteiler aussah wie ein Banker.

Klitschko so oder so weiter großer Favorit
"Es ist gut, dass er aufgeregt ist. Das bedeutet, dass er konzentriert sein wird. Das muss er auch", sagte Klitschko, wie immer in einen roten Trainingsanzug gehüllt. Wegen seiner Sehnenverletzung in der Wade war der ursprünglich für den 15. Oktober geplante Kampf verschoben worden. Die Favoritenrolle bleibt wohl so oder so beim Titelverteidiger, obwohl der 39-jährige Ukrainer zwölf Jahre älter und ausnahmsweise einmal kleiner ist. Klitschko wird seinen 28. WM-Kampf bestreiten und hat trotz seines Alters oberflächlich gesehen nichts von seiner Explosivität und Wucht verloren.

Fury: "Ich sehe nichts bei ihm, was mir Angst macht"
Furys Visitenkarte sind 24 Siege in 24 Kämpfen. Dazu boxt der Herausforderer, dessen Vater Peter sein Trainer ist, unorthodox in beiden Auslagen. Vielleicht rührt auch von daher der Mut von Fury. "Ich sehe nichts bei ihm, was mir Angst macht", sagte der Brite mit Blick auf Klitschko. Der Titelträger ließ sich allerdings nicht aus der Reserve locken, er habe schon "viele Sprüche" gehört. "Ich genieße jede Minute und jeden Moment im Boxen", so Klitschko.

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