Mo, 28. Mai 2018

Neuer Spielberg-Film

25.11.2015 12:20

Tom Hanks auf der "Bridge of Spies"

Auf dieses Gespann ist Verlass: Regisseur Steven Spielberg und Hollywood-Star Tom Hanks bringen mit "Bridge of Spies" (ab 27. November) den bereits vierten gemeinsamen Film in die Kinos - und erzählen ein spannendes Agentendrama vor dem Hintergrund des Kalten Krieges.

Die auf wahren Begebenheiten beruhende Erzählung beginnt 1957, am Höhepunkt des Kalten Krieges. Die USA und die Sowjetunion fürchten die Nuklearmacht des jeweils anderen und setzen hier wie dort Spione ein, um der Gegenseite zuvorzukommen. Mitten in den politischen Konflikt gerät der erfahrene Versicherungsanwalt James Donovan (Hanks): Er wird beauftragt, den in New York aufgegriffenen KGB-Agenten Rudolf Abel (Mark Rylance) zu verteidigen.

Nach außen hin soll der Schein gewahrt werden, der verhasste Feind soll den amerikanischen Grundwerten entsprechend einen fairen Gerichtsprozess erhalten - dabei sehen ihn Regierung, CIA und sogar der Richter schon auf dem elektrischen Stuhl.

Doch der anständige Donovan lässt das nicht mit sich machen. Erstens, weil er der Überzeugung ist, Abel habe nur ausgeführt, wofür er hergeschickt wurde - und verdiene dementsprechend dieselbe Behandlung, die man einem US-Spion auf anderer Seite wünschen würde.

Und zweitens, weil ihm der ungewöhnlich unbesorgte Hobbymaler Abel auf Anhieb sympathisch ist. Also überzeugt er den Richter vom Wert seines Mandanten für einen möglichen künftigen Gefangenenaustausch, rettet ihn vor der Todesstrafe, zieht damit den Hass der Bevölkerung auf sich - und hinterlässt Eindruck bei der CIA.

Als bald darauf der US-Pilot Francis Gary Powers (Austin Stowell) mit seinem Spionageflugzeug über sowjetischem Gebiet abgeschossen wird, schickt die CIA Donovan 1962 als Chefverhandler nach Berlin, um das Tauschgeschäft Abel gegen Powers einzufädeln. Doch es wäre nicht Donovan, würde er nicht auch hier aus der Reihe tanzen...

Die Glienicker Brücke zwischen der deutschen Hauptstadt Berlin und Potsdam wurde während des Kalten Krieges "Agentenbrücke" ("Bridge of Spies") getauft, schließlich wurden dort zwischen 1962 und 1986 drei Austauschaktionen mit insgesamt 40 Personen durchgeführt. Sie galt als besonders geeignet für diese Operationen, weil sie von den beteiligten Mächten USA und Sowjetunion von Berlin aus gut erreichbar war und das Umfeld gut gesichert werden konnte.

Satte 140 Minuten darf bzw. muss Tom Hanks in der Rolle des Anwalts James Donovan verteidigen, verhandeln, Morddrohungen über sich ergehen lassen - und macht dies Oscar-reif. Zwar ist die Handlung, da sie ja auf wahren Begebenheiten beruht, vorhersehbar und Starregisseur Spielberg verzichtet auf jegliche Actionsequenzen, doch "Bridge of Spies" ist jederzeit fesselnd und unterhaltsam. Fazit: Wie schon in "Der Soldat James Ryan" (1998), "Catch Me If You Can" (2002) und "Terminal" (2004) steht das Duo Spielberg-Hanks für hochwertigste Kinounterhaltung.

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