So, 20. Mai 2018

Rom wappnet sich

23.11.2015 09:22

Umfassender Sicherheitsplan für das Heilige Jahr

Zwei Wochen vor dem am 8. Dezember beginnenden Heiligen Jahr ist in Rom am Montag ein Sicherheitsplan zur Vorbeugung von Terroranschlägen in Kraft getreten. 2000 Soldaten und Polizisten sind von jetzt an im Dauereinsatz, um sensible Einrichtungen in der Ewigen Stadt zu bewachen - darunter Petersdom, Basiliken, Flughäfen und Bahnhöfe. Während eines Heiligen Jahres sind Katholiken aufgerufen, nach Rom zu pilgern und in den dortigen Hauptkirchen Gottesdienste zu feiern und zu beten. Ziel ist eine Stärkung des Glaubens.

Um die Sicherheit in der Ewigen Stadt zu garantieren, sollen Polizisten auch in Bussen eingesetzt werden. Die Kontrollen rund um die vier Basiliken, die Pilger während des Jubiläumsjahres in Rom traditionell besuchen, wurden verschärft. Strenge Sicherheitsvorkehrungen gelten nun rund um den Petersdom, die Basilika Santa Maria Maggiore, die Lateranbasilika und die Basilika von Sankt Paul. Ab Dezember werden sich Touristen, die Roms Wahrzeichen besuchen wollen, außerdem Sicherheitskontrollen unterziehen müssen. Im Kolosseum sollen zudem Metalldetektoren aufgestellt werden.

Flughäfen unter strenger Bewachung
Schärfere Kontrollen werden auch auf Roms Flughäfen Ciampino und Fiumicino durchgeführt. Die zivile Luftfahrtbehörde ENAC riet Reisenden daher, sich früher als sonst auf den Airports einzufinden. Während des Jubiläumsjahres soll der Luftraum über Rom gesperrt werden. Experten des Innenministeriums schließen Angriffe mit Flugzeugen oder Drohnen nicht aus.

"Erstes Heiliges Jahr in der Ära des Islamischen Staates"
45 Millionen Euro hat die Regierung von Premier Matteo Renzi für die Sicherheit in der italienischen Hauptstadt während des Jubiläumsjahrs aufgebracht. Mit dessen Organisation befasst sich der von der Regierung ernannte Sonderkommissar Francesco Paolo Tronca, der nach der Auflösung der römischen Stadtregierung vor drei Wochen in der Ewigen Stadt das Ruder übernommen hat. Er muss zusammen mit Roms Präfekten Franco Gabrielli für die Sicherheit bei dem Event sorgen. "Es ist das erste Heilige Jahr in der Ära des Islamischen Staates", sagte Gabrielli kürzlich. Der IS habe auch das Christentum, den Vatikan und Rom insgesamt im Visier.

"Jubiläum der Barmherzigkeit"
Turnusgemäß sind Heilige Jahre alle 25 Jahre vorgesehen. Das vom Papst ausgerufene "Jubiläum der Barmherzigkeit", das bis 20. November 2016 dauern wird, ist damit ein außerordentliches Heiliges Jahr. Das Jahr beginnt mit der Öffnung der Heiligen Pforte des Petersdoms durch den Papst. Das erste Heilige Jahr wurde 1300 von Papst Bonifaz VIII. ausgerufen.

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