Mo, 21. Mai 2018

Das Duell der Besten

21.11.2015 23:15

ATP-Finals erleben Traumfinale Federer - Djokovic

Novak Djokovic gegen Roger Federer - so lautet das Endspiel der ATP Finals am Sonntag in London. Federer bezwang seinen Landsmann Stan Wawrinka 7:5 und 6:3, bereits zuvor hatte Djokovic gegen Rafael Nadal ebenso souverän 6:3, 6:3 gewonnen. Das Jahresabschluss-Turnier im Tennis endet damit mit der Neuauflage des Vorjahres-Finales, damals hatte Federer aber mit Rückenproblemen auf den Showdown verzichten müssen.

Ein "mulmiges" Gefühl habe er am Vortag verspürt, meinte Federer, als er Wawrinka bei seinem 7:6-6:4-Erfolg gegen Lokalmatador Andy Murray zugesehen hatte. Die Angst war allerdings unbegründet - im Eiltempo von 70 Minuten zog "Fed-Ex", der einen Tag länger Pause hatte, in sein zehntes Finals-Finale ein. Dabei war Wawrinka besser in die Partie gestartet, mit zunehmender Dauer war aber der frischere Federer der Spieler, der weniger Fehler beging und beständiger spielte. Beim Stand von 6:5 gelang ihm mit zwei präzisen Vorhand-Passierbällen das entscheidende Break im ersten Satz.

Federer: "Es ist ein gutes Match von mir gewesen"
Vor den Augen der ehemaligen Fußballstars David Beckham und Thierry Henry nahm Federer dem als Nummer vier gesetzten Wawrinka gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs den Aufschlag ab und war in der Folge ungefährdet. "Es ist ein gutes Match von mir gewesen", meinte Federer danach erfreut. Im Endspiel bekommt er es am Sonntag (19 Uhr) mit Djokovic zu tun, der bereits zuvor im Schongang gegen Nadal ins Finale eingezogen war.

Djokovic gegen Nadal absolut ungefährdet
Der Weltranglisten-Erste aus Serbien fertigte den Spanier 6:3, 6:3 ab. Nach dem vierten Erfolg über den Mallorquiner in diesem Jahr glich Djokovic erstmals in seiner Karriere im Head-to-Head auf 23:23 aus. "Es hat lange gedauert", meinte Djokovic danach mit einem Lächeln. "Am Anfang meiner Karriere habe ich ein paar Level unter ihm gespielt. Nadal war neben Federer der Dominator auf der Tour. Ich hatte ihm nicht viel entgegenzusetzen", erklärte Djokovic.

Nadal: "Er ist im Moment einfach besser als ich"
Am Samstag hatte der lange Unerreichbare gegen den Serben wie immer in diesem Jahr nicht viel zu melden. Er beging zwar nicht viele Fehler, konnte aber die Ballwechsel nie diktieren. "Er ist im Moment einfach besser als ich", musste Nadal eingestehen. "Er hat fantastisch gespielt." Unabhängig vom Resultat im Finale schätzte Djokovic nach dem Sieg das Jahr 2015 als "beste Saison meines Lebens" ein. Er gewann heuer bereits zehn Turniere - darunter die Grand-Slams in Australien, Wimbledon und New York - und ging überhaupt nur sechs Mal als Verlierer vom Platz.

Drei Mal tat er dies gegen Federer. Und der Schweizer erinnerte bereits an das 7:5, 6:2 im Gruppenspiel, in dem er Djokovic phasenweise vorgeführt hat. "Es wäre natürlich schön, wenn ich nun 'Copy Paste' machen könnte."

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