So, 27. Mai 2018

Nach Terror-Anschlag

21.11.2015 15:14

Franzosen in Tirol: "Angst um Familie und Freunde"

Sie leben fern der Heimat, aber sie teilen Schock und Trauer mit ihren Liebsten: Seit über einer Woche sind die Gedanken der in Tirol lebenden Franzosen noch mehr als sonst bei ihren Angehörigen. Der Terror-Anschlag von Paris mit 130 Toten hat selbstverständlich auch sie hart getroffen. Doch die Solidarität tröstet...

Die dunklen Regenwolken am Samstag Vormittag über Innsbruck decken sich mit dem Stimmungsbild von Ludovic Milot (29) und Beatrice Gaigg (47). Die Gedanken an die grausamen Ereignisse vom vergangenen Freitag Abend in Paris berühren die beiden in Tirol lebenden Franzosen noch immer sehr.

Blume vor Institut als Zeichen der Solidarität

"Was passiert ist, ist nicht in Worte zu fassen. Das Attentat hat uns natürlich alle zutiefst geschockt", meint die in Paris geborene Gaigg. Als die seit 1992 in Innsbruck lebende Französin die schreckliche Nachricht erreichte, rief sie sofort ihre Familie an. "Zum Glück ist ihnen nichts passiert. Aber natürlich lebt man nun in ständiger Angst", so die 47-jährige Gründerin des Instituts "franco-tyrolien d’Innsbruck", mit dem man die Beziehungen zwischen Frankreich und Tirol fördern will. "Eine geplante Reise nach Lyon haben wir aus Sicherheitsgründen nun leider absagen müssen." Erfreut zeigt sich Gaigg aber über die Solidarität. "Vor dem Institut habe ich nach dem Attentat eine Blume entdeckt. Solche Aktionen trösten schon."

Attentate auch in kleineren Städten befürchtet

Auch der vor fünf Jahren aus Studiengründen nach Innsbruck gezogene Ludovic Milot ist nach dem Attentat beunruhigt. "In Paris wird jetzt stark kontrolliert, aber solche Anschläge können auch in kleineren Städten passieren. Meine Eltern wohnen in der Nähe von Auxerre, nur eineinhalb Stunden von Paris entfernt. Da hat man schon Angst", erzählt der 29-Jährige. "Im Fernsehen habe ich gesehen, dass sich Menschen nun sogar den Eiffelturm mit dem Peace-Logo tätowieren lassen", ist auch er von der Solidaritätswelle beeindruckt.

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