Do, 24. Mai 2018

Monatelange Flucht

21.11.2015 16:45

Syrische Brüder in Wiener Asylheim wieder vereint

Berührendes Wiedersehen in der neuen Flüchtlingsunterkunft in Wien-Neubau: Zwei Brüder aus Syrien konnten sich nach Monaten wieder in die Arme schließen. Beide hatten getrennt voneinander und unter Lebensgefahr aus der umkämpften Großstadt Aleppo flüchten müssen.

Jeden Tag ging irgendwo auf dem Weg in die Uni eine Bombe hoch und das Militär von Machthaber Bashar al-Assad streckte seine Fühler nach ihm aus - für den Wirtschaftsstudenten Alamin gab es 2013 nur einen Ausweg: Er musste seine Heimat verlassen, versuchen, nach Europa zu fliehen. Via Boot über das Mittelmeer. Ob er seine Familie je wiedersehen würde, wusste er nicht.

"Es war unklar, ob er es schafft"
Der 25-Jährige konnte sich mittlerweile in Wien eine neue Existenz aufbauen. Nach nur zwei Deutschkursen ist er in der Lage, als Übersetzer fürs Rote Kreuz zu arbeiten. Und nun ging noch ein weiterer Traum in Erfüllung: Bei einem seiner Einsätze konnte er seinen jüngsten Bruder Mohammed (17) als einen der Neuankömmlinge in Empfang nehmen. "Übers Handy hielten wir zwar Kontakt, aber die Lage auf der Fluchtroute wurde immer dramatischer. Es war unklar, ob er es schafft", so Alamin.

Mohammed soll so schnell wie möglich Deutsch lernen und Fuß fassen. Und wie stellt sich der 17-Jährige seine Zukunft vor? "Ich wünsche mir österreichische Freunde und eine Lehre als Zuckerbäcker."

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