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20.11.2015 19:12

Syrien-Krieg: Putin kündigt "nächste Phase" an

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die nächste Phase der Militärintervention seines Landes in Syrien angekündigt. Die bisherigen Ziele seien erreicht worden, sagte Putin am Freitag. Das reiche aber noch nicht aus, um "Syrien von Rebellen und Terroristen zu säubern und die russische Bevölkerung vor Terroranschlägen zu schützen". Das Verteidigungsministerium in Moskau hatte zuvor bekannt gegeben, dass vor Kurzem bei Luftschlägen in der Provinz Deir ez-Zor mehr als 600 Rebellen getötet worden seien.

Details zu dem Schlag mit Marschflugkörpern nannte Verteidigungsminister Sergej Schoigu nicht. Er teilte lediglich mit, dass die Zahl der Flugzeuge für die Militärintervention in Syrien auf rund 70 Maschinen verdoppelt worden sei. Unabhängige Bestätigungen für seine Angaben gab es nicht.

Putin sagte laut der Nachrichtenagentur RIA Nowosti bei einer Videokonferenz mit Militärs zum russischen Syrien-Einsatz: "Wir haben noch viel Arbeit vor uns, und ich hoffe, dass die nächsten Phasen mit der gleichen Professionalität ausgeführt werden und die von uns gewünschten Ergebnisse bringen." Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow betonte, ein Einsatz von Bodentruppen werde nicht diskutiert.

Lawrow telefonierte mit Kerry
Am Freitag wurde bekannt, dass Russlands Außenminister Sergej Lawrow erneut mit seinem US-Amtskollegen John Kerry telefoniert hat. Die beiden sprachen demnach über die Notwendigkeit, gemeinsam die Terrormiliz IS in Syrien zu bekämpfen, und über die Notwendigkeit von Gesprächen zwischen dem Regime von Machthaber Bashar al-Assad und der syrischen Opposition.

Assad ist ein Verbündeter Moskaus, der Westen unterstützt die gemäßigte Opposition. Diese hatte 2011 Massendemonstrationen gegen das Polizei- und Geheimdienstregime Assads gestartet, die in einen verheerenden Bürgerkrieg mündeten.

Video aus dem Archiv: Russische Luftangriffe in Homs

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