Mo, 21. Mai 2018

Bad Ass Snowboarding

18.11.2015 17:28

Bunt, frech und Gail

„Bad Ass Snowboarding“ – dafür steht die US-Marke Capita, die im Gailtal in ihrem „Mothership“ Snowboards und Kiteboards für die ganze Welt produzieren wird.

Die Fabrik, "das Mutterschiff", ähnelt einem futuristischen Komplex: "Wir sind die fortschrittlichste Snowboard-Produktionsstätte", gibt sich Firmengründer Blue Montgomery beim "Krone" Lokalaugenschein selbstbewusst. Mit einem Karton mit der Aufschrift "Help found Capita" sammelte der US-Snowboard-Profi einst Spenden für die Firmengründung. Das war im Jahr 2000 in Seattle: "Wir wollten als Snowboarder Boards für Snowboarder produzieren." Capita ist heute in der Szene heiß begehrt.

Neuester Coup: die moderne, knapp acht Millionen Euro teure Produktionsstätte in Feistritz/Gail. "Mit eigenem Testhügel vorm Haus, wo wir Prototypen testen können und mehreren Skigebieten im Umkreis von 30 Minuten. Das ist einzigartig", verrät Miteigentümer Michael Kollmann, der stolz ist, den "Öko-Betrieb" zu leiten: "Wir erzeugen Wärme und Kälte über eine Wärmepumpe und ziehen das Wasser dafür aus der Gail. Wir leben Klimaschutz und gehen nachhaltig mit den Ressourcen um, auch in unserer Produktion. Die Überreste, die beim Fräsen der Holzkerne entstehen, werden etwa zu Pelletts gepresst und verkauft."

Im Herzen des "Motherships" werden schon die Boards für den Winter 2016/17 produziert. Die aktuellen Modelle - immerhin mehr als 400 - stehen bei den Händlern zum Verkauf.

100.000 Snowobards will Capita jährlich im Gaital "pressen": "Wir sind eine Marke mit großem Wachstumspotenzial und investieren." Weltweit einzigartig ist etwa der auf "Pamela" getaufte UV-Drucker (Kollmann: "Wegen der beiden dicken Dinger"), der einen Druck der Designs direkt aufs Board ermöglicht. "Unsere Erfindung", so Kollmann: "Wir sind die einzigen, die Snowboards bei nur 75 Grad pressen können, die anderen brauchen dafür 120 Grad."

Nächstes Jahr will Capita zusätzlich zum größten Kiteboard-Hersteller der Welt werden.

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