Mo, 21. Mai 2018

#rechercheparis

16.11.2015 07:54

Verzweifelte Suche nach Terror-Opfern im Internet

Der Schock nach den Terroranschlägen von Paris sitzt tief. Insbesondere für jene Angehörigen der Attentatsopfer, die noch immer die Ungewissheit über den Verbleib ihrer Lieben plagt. Unter dem Hashtag "rechercheparis" läuft nun auch in den sozialen Netzwerken die verzweifelte Suche der Freunde und Angehörigen…

Das Massaker, das die Terrororganisation Islamischer Staat am Freitagabend in Paris angerichtet hatte, kostete 129 Menschen das Leben, mehr als 350 weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Viele der Opfer sind aber noch nicht identifiziert. Deshalb recherchieren Angehörige nun via Twitter, Instagram und Co. Alle hoffen, dass sich vielleicht in einem Posting oder einem Tweet ein Hinweis auf den Verbleib oder den Zustand ihrer Liebsten verbirgt.

"Sie ist seither unauffindbar"
Samantha etwa sucht via Twitter nach Francoise LeMarchaceaux, einem französisch-australischen Doppelstaatsbürger: "Wir haben zuletzt zwei Stunden vor dem Angriff von ihm gehört", schreibt sie. Und Soraya Khireddine sucht nach ihrer Schulfreundin. Sie sei im Bataclan, jener Konzerthalle, in der die Terroristen um sich schossen, verletzt worden. "Sie ist seither unauffindbar."

Auf Instagram läuft ebenfalls unter dem Hashtag "rechercheparis" die Suche nach Angehörigen: "Wir sind immer noch auf der Suche nach Antoine Mary", schreiben Freunde. Und auf Facebook suchen Familienmitglieder unter anderem nach Sven Alejandro Silva, der ebenfalls im Bataclan gewesen sein soll und von dem seither jede Spur fehlt.

"Herzliches Beileid"
Oft findet man aber nur mehr Beileidsbekundungen, wenn die Gewissheit über den Tod eines Menschen jede Hoffnung zunichte gemacht hat. Georges Salines etwa beklagt den Tod seiner Tochter Lola und bedankt sich via Twitter bei der Webgemeinde für die Hilfe bei der Suche nach ihr. Die Anteilnahme ist groß: "Es tut mir so leid", "Herzliches Beileid" steht da zu lesen.

Tiroler fand verletzten Sohn in Spital
Glücklicherweise wurden manche der Vermissten bereits gefunden: Unter ihnen ist auch der 20-jährige Tiroler Daniel, der bei der Bataclan-Attacke einen Bauchschuss erlitten hatte. Sein Vater reiste daraufhin nach Paris und klapperte dort die Spitäler auf der Suche nach seinem Sohn ab. Schließlich fand er ihn. Daniel ist nach einer Notoperation stabil und soll so bald wie möglich nach Österreich gebracht werden.

Lesen Sie auch:

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Für den Newsletter anmelden