Mo, 21. Mai 2018

"Krone"-Kommentar

15.11.2015 19:01

Die IS-Terroristen wollen dieses Europa zerstören

Gibt es noch jemanden, der den IS-Kalifenstaat für eine "regionale Angelegenheit" hält, wie es in diesem "Dritten Weltkrieg" (Zitat: Papst) anfangs aus dem Weißen Haus getönt hatte? Spätestens seit dem Terror von Paris muss nun allen klar sein, dass uns der IS besser kennt, als wir ihn, hat er doch eine Fünfte Kolonne in Europa.

Paris hat den langen Arm des IS erlebt, erlitten. Auf dem Spiel steht jetzt die "Willkommenskultur" und die völlige, unkontrollierte Bewegungsfreiheit in (Schengen-)Europa.

Schlechte Nachricht für Angela Merkel. Die CSU fordert bereits "Konsequenzen". So fand das Pariser Terrorgemetzel "kenntnisreich" genau zum ersten Jahrestag der Verschärfung der französischen Anti-Terror-Gesetze statt. Auch kennen die Euro-Dischihadisten - viele von ihnen Verlierertypen, Kleinkriminelle - die Anschlagsziele und unsere Gewohnheiten und Schwächen gut.

In der "Pariser" Kriegserklärung des IS an Europa heißt es, man habe die "Hauptstadt der Unzucht und Laster" angegriffen, und das sei erst der Anfang gewesen. Die Täter sind in dieser ihnen verhassten Welt von "Unzucht und Laster" aufgewachsen, bevor sie in den Dschihadismus umkippten. Deshalb haben sie zum Wochenende gezielt im Fußballstadion (vergeblich) und in den Szene- und Ausgehvierteln zugeschlagen. Geplant von der IS-Spitze, wurden die Verbrechen von ihrem europäischen "Fußvolk" exekutiert.

Die Spur des Pariser Terrorgemetzels führt auch nach Belgien, welches pro Kopf die größte Dichte an Dschihadisten aufweist - das Ergebnis von "Integration" durch staatliche Verwahrlosung. Das Ziel von Euro-Dschihadisten ist, Europa von innen heraus in den "Gottesstaat" zu verwandeln. Dann hießen die erlaubten Vergnügungen Beten und Köpfen.

"Ent-Integration" Ziel der Hassprediger
Die Kalaschnikows stammten vom Mafia-Waffenmarkt aus dem Jugoslawienkrieg, und die Sprengstoffgürtel für ihr "Märtyrertum" erhielten sie von den Hintermännern im IS-Staat. Deren zynisches Kalkül: Je mehr Terror, desto tiefer die Entfremdung in Europa gegenüber dem Islam, desto größer die Isolierung der islamischen Gemeinschaften in Europa und dann desto stärker die "Chance" auf ihre Radikalisierung: "Ent-Integration" ist das Ziel der Hassprediger.

Dieser Teufelskreis muss durchbrochen werden. Das kann nur in einer Doppelstrategie gelingen: Einerseits die militärische Zerstörung des IS und anderer dschihadistischer Terrororganisationen (möglichst noch bevor sie in den Besitz von Massenvernichtungswaffen gelangen), aber andererseits Rezepte gegen die wachsende gesellschaftliche Entfremdung in unserem gemeinsamen Europa der Christen und Moslems.

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