Fr, 15. Dezember 2017

Anti-Doping-Kampf

13.11.2015 17:27

Angst vor Olympia-Aus: Russland geht in die Knie!

Aus Angst vor einem drohenden Olympia-Ausschluss sind die Russen vor dem IOC und dem Leichtathletikverband, der selbst wegen seines korrupten Ex-Präsidenten Lamine Diack angeklagt ist, in die Knie gegangen. Nachdem Präsident Putin und russische Sportfunktionäre gegen die ganze Welt gedonnert hatten, geloben sie Besserung im Anti-Doping-Kampf. Der internationale Leichtathletik-Verband kündigte indes an, am Freitagabend bei einer Sondersitzung in London über einen vorläufigen Ausschluss des russischen Verbands zu entscheiden.

Selbst Sportminister Witali Mutko, der zunächst den Russland entlarvenden Bericht der Welt-Anti-Doping-Agentur als "politisch motiviert" zurückgewiesen hat, gestand Fehler ein, wollte Strafen akzeptieren. Dass die von der WADA geforderte lebenslängliche Sperre für fünf Leichtathleten (darunter 800-m-Olympiasiegerin Sawinowa) kommt, war klar. Doch die Russen versuchten bis zuletzt, eine Strafe für das ganze russische Team abzuwenden.

Auch mit dem Angebot, westlichen Doping-Kontrolleuren und Beobachtern die Türen zu öffnen.  Was die IAAF-Spitze gerne hörte. Präsident Seb Coe hatte sich für Sanktionen ausgesprochen, aber auch für eine "Einbeziehung und nicht für Ausgrenzung" Russlands. Wie sein "Vize" Sergej Bubka: "Saubere  Athleten dürfen unter den Sanktionen nicht leiden!" Wobei er namentlich  Stab-Legende Jelena Isinbajewa nannte, die sich nach  ihrer Baby-Pause auf Rio vorbereitet, wo sie ihr drittes Olympia-Gold holen will. Bubka plädierte für eine provisorische Suspendierung der Russen.

Kampf ums Vertrauen
Coe will möglichst rasch das Vertrauen in die IAAF wieder herstellen. Dabei ist Ex-Präsident Diack, der gegen Schmiergelder in Höhe von 1 Million Euro positive Dopingfälle unter den Tisch gekehrt haben soll, eine nur schwer überwindbare Last.

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