Di, 21. November 2017

Im „Krone“-Interview

13.11.2015 17:00

Jennifer Lawrence nimmt Abschied von „Panem“

Gesicht der Rebellion: In "Mockingjay Teil 2" (ab 19. November im Kino) gibt Jennifer Lawrence noch einmal die kämpferische Panem-Heldin Katniss. Im Video oben sehen Sie den Trailer zum Film. Im "Krone"-Interview spricht sie über den emotionalen Abschied von "Panem", Wischmobs und das antiquierte Frauenbild Hollywoods.

Mit flockigen 52 Millionen Dollar im Jahr ist Jennifer Lawrence Hollywoods Supernova in Sachen Gagen: Das Lächeln strahlend, die Abendroben supersexy, die Haltung hoheitsvoll. Nur in ihrem Blick glimmt ein Hauch Distanz, was verständlich ist, wenn man wie sie stets im Windauge des Selfie-Hurricans auf dem roten Teppich steht.

Lawrence ist bekannt für ihre Wow-Auftritte, ob in der glamourösen Arena der Oscar-Nacht oder wie jüngst, in amethystfarbenen Satin gehüllt, bei der Weltpremiere von "Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 2" in Berlin, wo auch ein Teil des martialischen Blockbusters gedreht wurde. Nach vier Jahren und bislang 2,3 Milliarden Dollar Einnahmen an den Kinokassen kommt es nun zum finalen Showdown zwischen der kämpferischen Heroine Katniss Everdeen und dem sinistren Präsidenten Snow.

"Zu einer Ersatzfamilie zusammengewachsen"
Mrs. Lawrence, fühlen Sie sich nun befreit, oder ist es ein Abschied mit Wehmut? Lawrence: "Als die allerletzte Szene im Kasten war, war ich traurig und emotional aufgewühlt. Alle Anspannung fiel auf einmal ab. Zudem sind wir alle am Set über die Jahre zu einer Art Ersatzfamilie zusammengewachsen. Wir wollen versuchen, in Kontakt zu bleiben." Über E-Mail? Lawrence: "Mit echten Freunden teilt man echte Lebenszeit."

Sind Sie mittlerweile eine perfekte Bogenschützin? Lawrence: "Ich kann recht gut damit umgehen. Pfeil und Bogen, das ist ein Zusammenspiel von Körperspannung und Konzentration. Das gefällt mir."

In ihrem neuesten Film, der Anfang Jänner in unsere Kinos kommt, "Joy - Alles außer gewöhnlich", hantieren Sie mit einem weitaus banaleren Gerät, nämlich mit einen auswringbaren Wischmob. Wie kommt's? Lawrence: "Ich fand die Story, die noch dazu wahr ist, absolut spannend. Eine Hausfrau aus Long Island - und allein erziehende Mutter von drei Kindern -, erfindet den 'Miracle Mob' und hat damit weltweit Erfolg. Das ist er doch, der amerikanische Traum." Der Papst putzt selbst. Sie auch? Lawrence: "Oh, na ja, nicht regelmäßig. Und nichts, was ekelig ist. Aber ich mag's, wenn's blitzt. Fensterputzen ist toll. Da wird die Welt so schön klar."

Wie viel Katniss, also wie viel Rebellin, steckt in Ihnen? Lawrence: "Ich finde es generell gut, aufzubegehren. In allem. Wer schweigt, alles hinnimmt, wird unsichtbar. Das Frauenbild in Hollywood ist ja noch immer sehr antiquiert: Meist wollen sie nur, dass du glamourös aussiehst - und die Klappe hältst."

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