Sa, 26. Mai 2018

Angriff in Syrien

13.11.2015 09:55

Militär: IS-Henker "Jihadi John" getötet

Der aus Enthauptungsvideos der Terrormiliz Islamischer Staat berüchtigte Mörder "Jihadi John" ist nach Angaben des britischen Senders BBC bei einem US-Luftangriff sehr wahrscheinlich getötet worden. Das berichtete der Sender unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Militärquellen. Das US-Verteidigungsministerium hatte zuvor einen Drohnenangriff auf den Briten in der syrischen IS-Hochburg Rakka bestätigt. Aktivisten in Syrien berichteten am Freitag, ein ranghohes britisches IS-Mitglied sei bei der Attacke getötet worden.

Die USA haben bei einem Drohnen-Luftangriff in Syrien den berüchtigten Mörder, der mit bürgerlichem Namen Mohammed Emwazi heißt, ins Visier genommen. Eine offizielle Bestätigung des Todes des Briten wollte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Peter Cook, am Freitagvormittag aber noch nicht geben.

Allerdings hat inzwischen auch der US-Nachrichtensender ABC berichtet, dass der Terrorist tot ist. Ein Pentagon-Mitarbeiter soll demnach gesagt haben, dass "Jihadi John" beim Einsteigen in sein Auto getroffen worden sei. Insgesamt seien bei dem Angriff vier Menschen ums Leben gekommen, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete.

"Jihadi John" ist eine der bekanntesten Figuren der sunnitischen Extremistengruppe. Er war erstmals im Enthauptungsvideo des US-Journalisten James Foley im August 2014 aufgetaucht. Zudem war er an mehreren weiteren Enthauptungen beteiligt. Der Mann trat in den IS-Videos stets vermummt auf und sprach Englisch mit Londoner Akzent.

Emwazi, ein in Kuwait geborener britischer Staatsbürger mit irakischen Wurzeln, war in mehreren Internetvideos des IS dabei zu sehen, wie er schwarz vermummt westliche Journalisten und Entwicklungshelfer enthauptet, darunter die US-Journalisten Foley und Steven Sotloff sowie den japanischen Kriegsreporter Kenji Goto. Wegen seines britischen Akzents wurde er "Jihadi John" genannt. Die Enthauptungsvideos sind im Westen zum Symbol der Grausamkeit der IS-Dschihadisten im Irak und in Syrien geworden.

Auf Observierungsliste des britischen Geheimdienstes
Die BBC hatte im Februar berichtet, Emwazi sei jahrelang auf dem Radar des britischen Geheimdienstes gewesen. Dennoch gelang ihm die Ausreise nach Syrien und er konnte zu den Terroristen stoßen.

Die US-Zeitung "Washington Post" berichtete damals unter Berufung auf Emwazis früheres Umfeld, er sei in einer bürgerlichen Gegend in London aufgewachsen. Nach einem geplanten Safari-Trip nach Tansania im Mai 2009 habe er sich radikalisiert. Die Reise, die er demnach mit einem deutschen Konvertiten namens Omar und einem weiteren Mann namens Abu Talib unternehmen wollte, sei nie zustande gekommen - das Trio sei am Flughafen von Daressalam von der Polizei eine Nacht festgehalten und anschließend abgeschoben worden. Die Gründe dafür seien unklar.

Video aus dem Archiv: Gründe, warum Syrer aus ihrem Land fliehen

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