Sa, 25. November 2017

„Krone“-Ombudsfrau

12.11.2015 10:30

Schaffner wirft 11-jährigen bei Dunkelheit aus Zug

Weil er kein Zugticket für sein Fahrrad gekauft hatte, warf ein Schaffner einen 11-jährigen Buben kurzerhand aus dem Zug. Der musste dann allein am Bahnhof in Wiener Neustadt (NÖ) warten, bis er von seiner Großmutter abgeholt wurde.

Der Slogan "Nerven sparen, Bahn fahren" trifft in diesem Fall wohl nicht zu. Am letzten Sonntag stieg der 11-jährige Enkelsohn von Waltraud S. am Bahnhof Semmering (NÖ) in den Zug ein, um heim nach Wien zu fahren. Er ist diese Strecke schon öfter gefahren. Dieses Mal hatte er auch sein Fahrrad dabei. "Mein Enkel dachte, dass er dieses an Sonn- und Feiertagen mit seinem Top-Jugendticket gratis mitnehmen darf", schildert die Großmutter.

Dem ist aber nicht so. Der Schaffner beanstandete bei der Fahrscheinkontrolle das fehlende Ticket für das Fahrrad und warf den Buben bei der nächsten Station einfach aus dem Zug! Der 11-jährige konnte per Handy seine Oma verständigen, die sich auf den Weg machte, um ihn abzuholen: "Mein Enkel saß weinend am Bahnhof, es war bereits dunkel." Muss man einen Fahrgast, der kein Ticket für sein Fahrrad dabei hat, wirklich gleich aus dem Zug schmeißen? Menschlichkeit fährt wohl nicht immer Bahn...

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden