Fr, 25. Mai 2018

Nach Raubüberfall:

11.11.2015 17:02

Juwelier-Bande ausgeforscht: 17-Jähriger in Haft

Der Raub auf den Villacher Juwelier Schützlhoffer ist geklärt: Perfekte Überwachungsfotos sowie eine effektive Spurenauswertung führten zum Fahndungserfolg. Wie berichtet, hatten vier Männer den Laden gestürmt, eine Angestellte bedroht und mit Gas attackiert. Der mutmaßliche Kopf des Quartetts ist verhaftet; er ist 17!

Mit 105 Luxusuhren im Wert von rund 280.000 Euro waren die vier unmaskierten Brutalo-Räuber am 15. Oktober nach ihrem Blitzcoup auf den Nobel-Juwelier in der Villacher Innenstadt entkommen. Zuvor hatte das Quartett noch eine Angestellte (28) mit einer Faustfeuerwaffe bedroht, sie gefesselt und ihr Reizgas ins Gesicht gesprüht.

Doch drei Wochen später klickten für einen der Täter in Litauen die Handschellen. "Durch die optimalen Überwachungsfotos und die effektive Spurenauswertung konnten vier litauische Staatsbürger als Täter ausgeforscht werden", erklärt Oberst Gottlieb Türk vom Landeskriminalamt, der in enger Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt Wien und der Staatsanwaltschaft Klagenfurt den Raubüberfall klären konnte.

Türk weiter: "Da relativ rasch europäische Haftbefehle erlassen wurden, konnte einer der Täter bereits am 6. November festgenommen werden." Dabei handelt es sich um einen 17-jährigen Litauer, der derzeit auf seine Auslieferung nach Österreich wartet. Er war es, der die Angestellte mit einer Faustfeuerwaffe bedroht und sie mit einem Reizgasspray attackiert hatte.

Da es sich bei diesem Coup jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit um Auftragsarbeit handle, gilt es nun nicht nur, die übrigen drei Täter - sie sollen sich ebenfalls in Litauen aufhalten - zu fassen, sondern vor allem die Hintermänner. Denn im gesamten mitteleuropäischen Raum sind mehrere Juwelier-Coups mit ähnlichem Modus Operandi begangen worden. Ein wesentlicher Teil davon soll auf das Konto von Banden aus Litauen gehen.

Übrigens: Warum die Täter unmaskiert "arbeiten", erklärt die Polizei so: Sie haben keine Perspektiven und deshalb auch keine Angst

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