So, 27. Mai 2018

Tiroler betroffen

11.11.2015 16:08

"Lufthansa zerstörte langersehnten Kurzurlaub"

Trotz eines Teilerfolges der Flugbegleiter-Gewerkschaft vor den Arbeitsgerichten setzte die Lufthansa am Mittwoch munter ihren Streik fort. 930 Flüge wurden ohne jegliche Ankündigung annulliert, fast 100.000 Kunden waren betroffen. So auch eine Innsbruckerin, deren Urlaubsvorfreude mittels nur einer SMS zerstört wurde.

Die Koffer waren gepackt, die letzten Reisevorbereitungen getroffen und die Vorfreude auf den bevorstehenden Städtetrip nach London war unermesslich groß. Die 29-Jährige hatte den Städtetrip bereits vor Monaten gründlich geplant. Auf der Homepage der Lufthansa buchte sie den Hin- und Rückflug ab Innsbruck - mit je einem Zwischenstopp in Frankfurt. Und genau das wurde ihr schlussendlich zum Verhängnis. Am Dienstag Abend - also am Tag vor der Abreise - erhielt sie um 17.32 Uhr folgende SMS: "Wir entschuldigen uns dafür, dass ihr Flug LH908 von Frankfurt nach London annulliert wurde. Alternativen finden Sie auf unserer Homepage."

Kostenlose Umbuchung funktionierte nicht

"Ich war natürlich total frustriert, sie haben mir den Städtetrip zerstört", sagt die 29-Jährige. Doch Details standen nicht in der SMS. Deshalb loggte sie sich sofort auf der Homepage ein und versuchte, den stornierten Flug umzubuchen - jedoch ohne Erfolg. "Es kam die Info, dass sie mir am geplanten Reisetag keine Alternative anbieten können. Und für die Umbuchung auf einen anderen Tag hätte ich eine Gebühr von etwa 100 Euro bezahlen müssen", ärgert sich die Innsbruckerin.

Hotline kostet Geld

Doch es wurde noch deutlich schlimmer: Der Versuch, einen Mitarbeiter des Lufthansa Service Centers telefonisch zu erreichen, scheiterte. "Bis 20 Uhr war stets besetzt, dann landete ich für knapp 30 Minuten in der Warteschleife - gemeldet hat sich natürlich keiner. Dafür habe ich allerdings bezahlt, in Summe mehr als 10 Euro", schildert das Lufthansa-Opfer. Schlussendlich stornierte sie online die Buchung eigenständig und zwar ohne zu wissen, wie das Prozedere nun weitergehen wird.

"Wir sind überfordert"

Die Lufthansa kennt die Beschwerden. "Wir hatten noch nie einen derart umfangreichen Streik. Selbstverständlich haben wir das Personal aufgestockt, aber dennoch sind wir überfordert und können bei weitem nicht jeden Kunden telefonisch betreuen", teilt Sandra Kraft von der Pressestelle mit und ergänzt: "In dem besagten Fall werden natürlich alle Kosten rückerstattet, das steht außer Frage."

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