Di, 17. Oktober 2017

Personal benötigt

11.11.2015 17:00

300 Soldaten werden in 180 Tagen zu Polizisten

Im "Schnellsiedekurs" verwandeln sich ab 1. Jänner 300 Zeitsoldaten in Polizisten – vorerst zum Grenzschutz, später sollen sie auch im üblichen Exekutivdienst im Einsatz sein. Sowohl Polizei als auch die Fremdenpolizei erhalten schon im nächsten Jahr 1975 Planstellen mehr, bestätigt das Kanzleramt.

"Die Zeit drängt, wir müssen rasch handeln. Das ist jetzt ein großes Personalpaket, das der Exekutive schon 2016 hilft", betont Staatssekretärin Sonja Steßl dabei "die enge Zusammenarbeit von Verteidigungs- und Innenministerium".

Hilfspolizisten ab 1. Juli an der Grenze einsetzbar
Im Regierungspapier, das der "Krone" vorliegt, findet sich auch eine "Blitz-Aktion": In 180 Tagen sollen ab 1. Jänner 300 Zeitsoldaten des Bundesheeres in einem "Schnellsiedekurs" zu Polizisten ausgebildet werden. Diese Hilfspolizisten könnten somit bereits ab 1. Juli beim Grenzschutz eingesetzt werden. Steßl konkretisiert: "Nach den sechs Monaten Intensivausbildung folgt noch eine eineinhalb Jahre dauernde Vollausbildung."

Von Verteidigungsminister Gerald Klug wird dieses Projekt ebenfalls gelobt: "Damit erhalten die Zeitsoldaten auch bessere Berufschancen. In Italien läuf dieses Modell erfolgreich." Ebenso fix: Dem Innenministerium wurden allein im nächsten Jahr 1975 Neuaufnahmen genehmigt - 275 Planstellen für die Fremdenpolizei, 1700 für die Polizei.

Neue "Winterzelte" für 20.000 Flüchtlinge
Dass der Zustrom an Flüchtlingen noch länger anhalten wird, meint auch der Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung: Christian Konrad bestätigt, dass Österreich von der UNO "Winterzelte" für 20.000 Flüchtlinge erhält. Von den Bundesländern (mit Ausnahme Wiens) kommen nämlich zu wenige Quartier-Zusagen.

Video aus dem Archiv: Innenministerin Johanna Mikl-Leitner im "Krone"-Live-Talk

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