Do, 19. Oktober 2017

Stressberuf Royal

16.11.2015 06:12

Die erschöpften Prinzessinnen

Auch bei diesen Frauen streikt irgendwann der Körper, die Belastung wird sichtbar. Das royale Leben ist nicht nur rosig.

Es war einfach nichts mehr zu machen. Staatsräson hin, höfisches Protokoll her, Königin Maxima konnte noch so sehr die Zähne zusammenbeißen, der körperliche Schmerz behielt die Oberhand. Die niederländische Monarchin musste die Chinareise abbrechen, die sie mit Gemahl Willem-Alexander angetreten hatte. Zurück in ihrer Heimat, kam die 44-Jährige sofort ins Bronovo-Krankenhaus nach Den Haag, wo ihr eine schwere Nierenbeckenentzündung samt Fieber diagnostiziert wurde. Bettruhe war angesagt, und längere Schonung, auch wenn die Patientin mittlerweile wieder phasenweise ihren royalen Pflichten nachkommt.

Mit solch einer Erkrankung ist nicht zu spaßen, schon gar nicht bei Menschen in einem Stressberuf. Denn das Leben einer Königin, Prinzessin, Herzogin oder Fürstin mag vielleicht rosarot und glamourös anmuten, in Wahrheit stehen sie ganz schön unter Druck: Ständig im Rampenlicht, ständig streng beäugt, permanent fremdbestimmt durch die Ansprüche von Hof, Protokoll und Öffentlichkeit. Vor allem Frauen in solchen Positionen werden da leicht Opfer ihrer Rolle. In letzter Zeit mehren sich die Bilder von Vertretern diverser Königs- und Fürstenhäuser, die müde wirken, schlaff und ausgezehrt.

Manche werden überhaupt krank vom Königinnendasein, dann sprechen offizielle Kreise gern von "Anpassungsstörungen". Letizia von Spanien etwa kann zwar mit einem Porzellanteint punkten, dafür verliert sie immer weiter an Kilos. Gerüchten zufolge leidet sie an Magersucht, ihr freudloser Blick spricht Bände. Der Freitod ihrer jüngeren Schwester Erika im Jahr 2007 setzte ihr überdies sehr zu.

Selbst Kronprinzessin Mette-Marit (Norwegen), meist ein Fels in der Brandung, musste wegen einer hartnäckigen Atemwegserkrankung auf ihre Ärzte hören und eine Reise nach Brasilien stornieren. Der psychische Druck, als sie wegen eines Jachturlaubs öffentlich als Luxusweibchen gebrandmarkt wurde, spielte da wohl mit.

Kritik muss Kate, die Herzogin von Cambridge, zwar keine fürchten, doch auch wenn ihr alle Herzen zufliegen, wirkt die 33-Jährige angeschlagen. Sechs Monate nach der Geburt von Charlotte zeigt sie sich ein bisschen sehr gertenschlank, mit müden Augen und Falten um den Mund. Der kleine Racker George und seine Baby-Schwester zehren an ihren Kräften, Kindermädchen können ihr die Last nur zum Teil abnehmen.

Davon weiß auch Charlene von Monaco ein Lied zu singen. Fürst Alberts Ehefrau weilt seit Wochen mit ihren elf Monate alten Zwillingen Gabriella und Jacques auf Korsika, um endlich einmal etwas auszuspannen. Daheim in ihrer Wahlheimat Monaco wartet ja doch wieder nur das Hof-Protokoll.

Aus dem Video-Archiv: So verzauberte Königin Letizia Wien.

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