Fr, 25. Mai 2018

Comeback-Träume

07.11.2015 10:01

Sturm gegen Ried als Duell der bisher Enttäuschten

Der SK Sturm liegt als Tabellensechster der Bundesliga hinter den auch an sich selbst gesteckten Erwartungen - Konstanz haben die Grazer in dieser Saison noch zu selten gezeigt. Immerhin gelangen zuletzt drei Heimsiege in Folge. Heute (18.30 Uhr/live im krone.at-Ticker) wartet zu Hause der Vorletzte Ried. Die Innviertler feierten einen ihrer erst zwei Saisonsiege ausgerechnet gegen Sturm. 1:0 setzten sich die Oberösterreicher in der 6. Runde nach einem Abseitstor von Daniel Sikorski durchaus glücklich durch. Es war das erste Spiel nach der Rückkehr von Paul Gludovatz als Cheftrainer.

Nach dem ersten Saisonsieg wurde der Burgenländer damals überschwänglich als Retter gefeiert. Mittlerweile hat sich die Euphorie im Innviertel gelegt, Gludovatz sieht sein auswärts seit elf Spielen erfolgloses Team den Zielen hinterherhinken. Das gilt jedoch auch für Sturm. Nach dem 1:2 in Wien in der Vorwoche vergrößerte sich der Rückstand auf den Dritten Rapid auf vier Zähler. Austria und Salzburg sind derzeit ohnedies außer Reichweite. "Wir müssen in den Spielen die Konzentration hoch halten, sind in mancher Phase zu nachlässig. Das wird im Fußball bestraft", so Trainer Franco Foda.

Alle Highlights der letztwöchigen Bundesliga-Partie zwischen Rapid und Sturm sehen Sie HIER im Video!

Was passiert mit Donis Avdijaj?
Zumindest in der heimischen UPC-Arena klappte es zuletzt nach Maß. Gegen Ried soll die Serie auf vier Siege ausgebaut werden. "Wir wollen zu Hause dort anknüpfen, wo wir in den letzten Spielen aufgehört haben", betonte Foda. Verzichten muss Sturm jedoch auf Donis Avdijaj. Dem Offensivspieler macht weiter eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu schaffen. Beim 19-Jährigen ist darüber hinaus nach wie vor unsicher, ob er im Frühjahr überhaupt noch den Sturm-Dress trägt. Schalke 04 könnte den Leihspieler in der Winterpause zurückbeordern.

"In meinem Plansoll liegen wir klar zurück"
Ried reiste mit einer klaren Ausgangslage vor Augen nach Graz. "Wir stehen vor einem Spiel bei einer Hausmacht, die ihre Stärken gerade zu Hause zeigt", meinte Gludovatz. Mit wenigen Erfolgserlebnissen versuchte der 69-Jährige in den vergangenen Wochen, die Trendwende zu schaffen: Aktuell ist Ried fünf Runden sieglos. Vor allem in der Offensive versprüht man kaum Gefahr. "In meinem Plansoll liegen wir klar zurück", sagte Gludovatz. Drei, vier Zähler mehr hätte der Burgenländer eingeplant gehabt.

Alle Highlights der letztwöchigen Bundesliga-Partie zwischen Ried und Admira sehen Sie HIER im Video!

So gehe es bis zur Winterpause nur noch darum "nicht grob abzureißen". In der anstehenden Länderspielpause will Gludovatz die Planungen für die Winterpause vorantreiben. Thema sollen auch mögliche Neuzugänge sein. Rieds Coach ist aber eines bewusst: "Großartige Sprünge kann sich der Verein nicht erlauben." Verzichten muss Ried in den kommenden Spielen auf Patrick Möschl. Der Flügelspieler erlitt gegen die Admira einen Muskelfaserriss im Oberschenkel und fällt vier Wochen aus.

SK Sturm Graz - SV Ried
Graz, UPC-Arena, 18.30 Uhr, SR Jäger
Bisheriges Saisonergebnis: 0:1 (a) - Saison 2014/15: 1:0 (a), 3:1 (h), 2:1 (a), 0:0 (h)

Mögliche Aufstellungen:
Sturm: Esser - Potzmann, Madl, Spendlhofer, Klem - Kamavuaka, Hadzic - Schick, Offenbacher, Dobras - Kienast
Ersatz: Gratzei - Kayhan, Ehrenreich, Lykogiannis, Piesinger, Lovric, Gruber, Horvath, Tadic, Edomwonyi
Es fehlen: Avdijaj (Muskelverletzung im Oberschenkel), M. Stankovic (bei Amateuren)
Ried: Gebauer - Janeczek, Reifeltshammer, Filipovic - Bergmann, Trauner, Polverino, Kragl - Murg, Elsneg - Walch
Ersatz: Durakovic - Prada, Antonitsch, Hart, Streker, Kreuzer, Sikorski
Es fehlen: Möschl (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Gavilan (Sprunggelenk), Ziegl (nach Kreuzbandriss), J. Baumgartner (Unterschenkel)

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