Mi, 23. Mai 2018

Nicht rechtskräftig

04.11.2015 17:19

Zeltweg: Viereinhalb Jahre Haft für Ex-Stadtchef

Mit einem Paukenschlag ging am Mittwoch der Prozess um den Zeltweger Finanzskandal zu Ende: Ex-Bürgermeister Haller wurde zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt! Die restlichen drei Gemeindefunktionäre fassten teils bedingte Haftstrafen aus.

Kurz zur Erinnerung: Es ging in erster Linie um 1,5 Millionen Euro Gemeindegeld, das illegal an den Eishockeyverein umgeleitet wurde. Die Vorwürfe lauteten unter anderem Untreue und Amtsmissbrauch. Angeklagt waren die Ex-Ortschefs Kurt Haller und Kurt Leitner, der ehemalige Stadtamtsdirektor und der aktuelle Finanzstadtrat.

Alle vier wiesen bis zum Schluss sämtliche Vorwürfe von sich, schoben die Schuld auf den ehemaligen Leiter der Finanzabteilung. Der Kronzeuge der Anklage soll die Malversationen im Alleingang gemacht haben.

Doch das Schöffengericht glaubte schlussendlich den Aussagen des Ex-Buchhalters, wonach er auf Anweisung Kurt Hallers gehandelt hätte. "Das alles kann man nicht erfinden!" Viereinhalb Jahre Haft für Haller plus 1,5 Millionen Euro Schadenersatz, 21 Monate - davon sieben unbedingt - für den Stadtamtsdirektor, je acht Monate bedingte Haft für Leitner und den Finanzstadtrat.

"In zehn Jahren als Strafrichter haben wir so ein dreistes Verhalten noch nie erlebt", betonte Richter Roman Weiss bei der Urteilsbegründung in Richtung Haller. "Sie haben geglaubt, dass Ihnen als Bürgermeister nichts passieren kann!"

Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden