Fr, 24. November 2017

Mord in Wien

04.11.2015 16:15

85-Jährige von eigenem Sohn in Wohnung erstochen

Schrecklicher Fund am Mittwoch im Wiener Bezirk Brigittenau: Eine 85-Jährige wurde gegen Mittag tot in ihrer Wohnung in der Gasteigergasse entdeckt. Die Leiche wies fünf Messerstiche auf. Tatverdächtig ist der Sohn der Pensionistin. Er soll die betagte Frau im Zuge eines Streits bereits am Dienstagabend erstochen haben.

Laut Informationen der "Krone" dürfte es in den Abendstunden gegen 20.45 Uhr zu einem heftigen Streit zwischen der 85-jährigen Witwe - ihr Mann starb vor einem Jahr - und ihrem 45 Jahre alten Sohn gekommen sein. Die Hintergründe sind bislang noch völlig unklar. Die Auseinandersetzung endete für die allein lebende Pensionistin schließlich tödlich: Der Verdächtige griff zu einem Küchenmesser und stach damit auf seine eigene Mutter, die sich im Bett befand, ein.

"Ich hab die Mama erstochen"
Die Nacht verbrachte der mutmaßliche Täter offenbar neben der Leiche, ehe der 45-Jährige am nächsten Tag gegen Mittag einen Angehörigen anrief und die Bluttat mit den Worten gestand: "Ich hab die Mama erstochen." Das Familienmitglied schlug sofort bei der Polizei Alarm. Wenig später traf die Exekutive mit Unterstützung der Spezialeinheit WEGA am Tatort ein.

"Die Leiche der 85-Jährigen wurde im Bett aufgefunden", so ein Polizeisprecher gegenüber der "Krone". Fünf Messerstiche seien festgestellt worden. Der 45-Jährige wurde noch in der Wohnung von den Beamten festgenommen. Er gestand die Bluttat, auf die Frage nach dem Warum gab der Festgenommene den Beamten jedoch keine Antwort. Die Ermittlungen sind weiterhin in vollem Gange.

Anrainer bekamen von Streit nichts mit
Nachbarn konnten sich die Tat jedenfalls nicht erklären. Von einem Streit am Vorabend habe sie nichts mitbekommen, sagte eine Hausbewohnerin, die Opfer und Sohn vom Sehen kannte. Auch in der Vergangenheit habe sie keine Auseinandersetzungen mitbekommen, sagte eine weitere Nachbarin, die gerade mit ihrem Mann vom Einkaufen kam. Sie habe sich aber gewundert, dass am späten Vormittag noch die Zeitung vor der Tür lag. Die 85-Jährige dürfte noch zwei weitere Söhne gehabt haben.

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