Do, 14. Dezember 2017

Zwanziger fordert es

03.11.2015 19:20

Muss Beckenbauer nun 6,7 Millionen Euro zahlen?

Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger rät dem Deutschen Fußball-Bund, finanzielle Ansprüche gegen den damaligen WM-OK-Chef Franz Beckenbauer zu prüfen. Es sei die Aufgabe des derzeitigen DFB-Präsidiums, zu prüfen und zu entscheiden, ob die Zahlung in Höhe von 6,7 Millionen Euro von Beckenbauer zurückgefordert werden müsse und etwaige steuerliche Verpflichtungen nachträglich zu erledigen seien.

Das schrieb Zwanzigers Anwalt Hans-Jörg Metz in einem Brief an den Verband, den die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag einsehen konnte. Beckenbauer sei der Begünstigte der damaligen Zahlung, weil damit die von ihm persönlich eingegangene Schuldverpflichtung aus heutiger Sicht möglicherweise zu Unrecht getilgt wurde, hieß es darin.

Nach den Darstellung von Zwanziger, des heutigen DFB-Chefs Wolfgang Niersbach und des früheren Generalsekretärs Horst R. Schmidt hatte das WM-OK 2005 einen Betrag von 6,7 Millionen Euro über ein Konto des Weltverbandes FIFA an den damaligen Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus zurücküberwiesen. Getarnt war dieses Geld als Beitrag zu einer FIFA-Gala. Wohin es tatsächlich floss, ist weiterhin unklar.

"Gezielte Indiskretion"
Weiters erklärte Zwanziger, nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main rechtliche Schritte zu prüfen. Vor einer offiziellen Mitteilung hätten am Dienstag bereits Medien Kenntnis über die behördlichen Maßnahmen gehabt. "Die offensichtlich gezielten Indiskretionen im Vorfeld einer solchen Maßnahme sind in keiner Weise hinnehmbar", schrieb sein Anwalt Metz.

Im Zuge der Ermittlungen in der Affäre um die WM 2006 war auch Zwanzigers Haus durchsucht worden. Er mache sich keine Sorgen deswegen, bekräftigte der frühere DFB-Präsident. Er wisse, "dass er keine Konsequenzen zu befürchten" habe.

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